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NFL - Super Bowl LVI Head to Head: Cincinnati Bengals vs. Los Angeles Rams

Die Cincinnati Bengals treffen auf die Los Angeles Rams in Super Bowl LVI.

In wenigen Stunden steigt Super Bowl LVI zwischen den Cincinnati Bengals und Los Angeles Rams. Doch wer hat auf dem Papier die Nase vorn? Wer hat den besseren Quarterback, die besseren Offensiv-Waffen und Defensiv-Reihen?

SPOX-Redakteur Marcus Blumberg macht den Head-to-Head-Vergleich.

Quarterbacks

Joe Burrow (Bengals) vs. Matthew Stafford (Rams)

Auch wenn zwischen Joe Burrow (25) und Matthew Stafford (34) fast ein Jahrzehnt liegt, feierten beide in diesem Jahr ihre ersten Playoff-Siege überhaupt. Und beide scheinen genau im richtigen Moment in Höchstform zu sein. Speziell, wenn es wirklich zählte, waren sie da. Burrow brachte sein Team nach frühem Rückstand gegen die Chiefs im AFC Championship Game zurück und hatte dann in der Overtime wie auch gegen die Titans in der Divisional Round in der regulären Spielzeit einen Game-Winning-Drive zum Sieg.

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Und Stafford hatte letztlich zwei Game-Winning-Drives gegen die Buccaneers und 49ers und hielt seine Fehler in überschaubaren Grenzen, nachdem er die Liga in der Regular Season trotz teils spektakulärer Vorstellungen mit 17 Interceptions angeführt hatte.

Und das ist auch schon der größte Knackpunkt in der Betrachtung von Matthews Stafford. Er hat das Zeug dazu, das Scheme von Head Coach Sean McVay sehr gut umzusetzen und vor allem auch außerhalb der Struktur Big Plays aufzulegen. Doch genauso gut kann er Spiele versenken, wie wir etwa gegen die 49ers und Titans in der Regular Season gesehen haben, wo er jeweils mit frühen Interceptions und Pick-Sixes seinem Team das Genick gebrochen hat.

Burrow dagegen neigt dazu, zuweilen etwas sorglos zu sein. Das zeigte er in den Playoffs nur sehr selten, doch könnte ihm das im Super Bowl gegen die bärenstarke Secondary der Rams zum Verhängnis werden, wenn er mit zu viel Risiko an die Shot-Plays rangeht.

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KategorieBurrowLiga-RangStaffordLiga-Rang
QBR54,21263,84
DYAR6101311006
DVOA (Prozent)5,11414,69
EPA/Play0,16660,1974
Adjusted Net Yards per Attempt7,5127,453

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Jedoch zeigte gerade Burrow zuletzt auch, dass er gewillt ist, mit den Füßen Plays zu machen. Es ist zu erwarten, dass die Rams sehr viel Wert auf Coverage legen werden und entsprechend Platz zum Laufen für Burrow da sein wird. Das wird nicht oft der Fall sein, doch wenn sich die Lücke auftut, muss man mit Burrow rechnen.

Stafford wiederum wird eher in der Pocket bleiben und auf seinen Arm vertrauen. Für beide gilt indes, dass blitzen gegen sie keine gute Option ist, beide sind extrem effizient gegen extra Pass-Rusher, sodass beide Defenses gewarnt sind und entsprechend eher zurückhaltend agieren sollten.

Unterm Strich handelt es sich hier um zwei Quarterbacks, die zur richtigen Zeit in Topform sind. Stafford bringt naturgemäß mehr Erfahrung mit und zeigte übers ganze Jahr gesehen die konstanteren Leistungen, Burrow wiederum gewann erst vor zwei Jahren eine nationale Meisterschaft auf dem College und zeigte bislang vor allem, dass ihn die große Bühne NFL Playoffs nicht belastet. Insofern sehen wir auf der QB-Position wohl ein Duell auf Augenhöhe.

Ausgeglichen.

Running Backs Bengals vs. Linebacker Rams

Joe Mixon, Chris Evans und Samaje Perine vs. Troy Reeder, Christian Rozeboom und Ernest Jones

Die Bengals legten den Ball in den Playoffs zuvorderst in Burrows Hände, was auch dem Umstand geschuldet war, dass man häufiger in Rückstand geriet. Doch gerade Joe Mixon war dennoch immer ein wichtiger Part dieser Offense. Er brachte es in den bisherigen drei Playoff-Spielen auf 296 Scrimmage Yards. Mehr noch: Er zeigte sich bislang äußerst konstant und hatte in jedem der drei Spiele mindestens 20 Touches und mindestens 75 Scrimmage Yards. In vier Playoff-Spielen einer Saison war dies zuvor nur den Hall-of-Fame-Running-Backs Terrell Davis und John Riggins sowie Titans-Legende Eddie George gelungen.

Will heißen: Mixon ist nicht nur eine Waffe auf dem Boden, sondern auch eine Bereicherung im Passspiel bei Screens und Checkdowns. Zudem hilft er sehr gut in Pass Protection mit, wenn es zu längeren Spielzügen der Bengals kommt.

Die Rams setzen hier leichte, aber dafür bewegliche Linebacker mit viel Range dagegen. Diese Defense ist generell auf die Passverteidigung getrimmt, sodass auch die Linebacker eher in Coverage ihre Qualitäten haben. Doch auch gegen den Lauf ist gerade Troy Reeder eine zuverlässige Größe. Zudem bekamen die Rams vor ein paar Wochen einen Boost durch die Rückkehr des länger verletzten Ernest Jones. Der Rookie spielte bis zu seiner Knöchelverletzung in Woche 16 eine sehr gute Rolle und machte damit Veteran Kenny Young obsolet, der im Laufe des Jahres zu den Broncos getradet wurde.

Jones ist der wohl flexibelste Linebacker der Gruppe und könnte auch häufiger auf einen Tight End angesetzt werden.

Kleiner Vorteil: Bengals.

Running Backs Rams vs. Linebacker Bengals

Sony Michel, Cam Akers und Darrell Henderson vs. Logan Wilson, Germaine Pratt

Der beste Spieler im Backfield der Rams ist zweifelsohne Cam Akers, der das Kunststück vollbrachte, nach einer Achillessehnenverletzung Mitte Juli schon im Januar zurückzukehren. Und er scheint auch seine Explosivität und Agilität schon wieder zurückzuhaben. Doch hatte er in den Playoffs mit Fumble-Problemen zu kämpfen und leistete sich in Tampa Bay im Divisional Game 2 Turnovers, die mithalfen, die Bucs ins Spiel zurückzubringen. Entsprechend startete dann Sony Michel im NFC Championship Game.

Einen zusätzlichen Schub bekommen die Rams durch die Rückkehr von Darrell Henderson, der seit Woche 16 mit einer Knieverletzung ausgefallen war. McVay kündigte bereits an, je nach Situation auf eine Drei-Mann-Rotation im Backfield zu setzen.

Generell muss man aber sagen, dass das Run Game der Rams in diesen Playoffs bislang noch nicht allzu spektakulär aufspielte, was McVay aber nicht davon abhielt, weiter darauf zu setzen. Im Passspiel sind alle Running Backs brauchbar, aber eben auch nicht unaufhaltsam.

Die Bengals wiederum stellen eine solide Linebacker-Gruppe, die die Grundlagen beherrscht und gerade gegen den Run genügend Power mitbringt. Probleme haben dagegen beide in Coverage, was aber höchstens bei Checkdowns zum Tragen kommen dürfte. Keiner von beiden wird wohl allzu häufig auf einen gegnerischen Tight End angesetzt werden, da dies zu riskant und ein klares Mismatch wäre.

Vorteil: Rams.

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