Cookie-Einstellungen
Suche...
NFL

NFL - Head-Coach-Stellen im Überblick: Wer schon feststeht und wer noch sucht

Nach insgesamt zehn Jahren bei den New England Patriots ist Josh McDaniels seit Ende Januar neuer Head Coach der Las Vegas Raiders.

Insgesamt neun Head-Coach-Posten müssen in der NFL in dieser Offseason neu besetzt werden. Vier Teams haben bereits einen neuen Coach gefunden, der Rest sucht noch. SPOX gibt einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen.

NFL - Head Coach Suche: Diese Posten stehen fest

New York Giants: Brian Daboll

Die New York Giants räumen ihre sportliche Leitung komplett auf und haben Head Coach Joe Judge nach nur zwei Jahren im Amt und einer 10-23-Bilanz wieder entlassen. Zuvor war bereits General Manager Dave Gettleman nach vier Jahren ohne Playoffs zurückgetreten. Während der Saison hatte man sich derweil schon von Offensive Coordinator Jason Garrett getrennt.

Der neue GM wurde Joe Schoen, der von 2017 bis zur laufenden Saison Assistant GM bei den Buffalo Bills war. Und jener brachte direkt Brian Daboll als neuen Head Coach mit.

Daboll war seit 2018 Offensive Coordinator der Bills und gilt als einer der Hauptgründe dafür, dass Quarterback Josh Allen eine so beeindruckende Entwicklung hingelegt hat. Entsprechend darf man von ihm erwarten, dass er ein guter Einfluss auf Daniel Jones sein könnte, bei dem in Kürze die Entscheidung über die Fifth-Year-Option in seinem Rookie-Vertrag ansteht.

Daboll, der zuvor Play-Caller bei Alabama und als Positions-Coach unter anderem in New England tätig war, kündigte derweil bereits an, dass Defensive Coordinator Patrick Graham im Amt bleiben werde, sollte jener nicht selbst irgendwo Head Coach werden.

Las Vegas Raiders: Josh McDaniels

Die Raiders trennten sich bekanntlich schon früh in der Saison von Head Coach Jon Gruden, nachdem dessen verheerende E-Mails an Washingtons früheren Funktionär Bruce Allen aus dem Jahr 2011 publik geworden waren. Vor wenigen Wochen wurde dann auch noch General Manager Mike Mayock - ein Gruden-Pick - entlassen.

Interimscoach Rich Bisaccia, der das Team erstmals seit 2016 in die Playoffs geführt hatte, bekam ein Vorstellungsgespräch mit Teameigner Mark Davis, erhielt jedoch nicht den Zuschlag.

Stattdessen wurde zunächst Dave Ziegler als neuer General Manager verpflichtet. Und der bisherige Director of Player Personnel der Patriots brachte, wie Schoen in New York, einen Weggefährten mit - Offensive Coordinator Josh McDaniels.

Für McDaniels, der in New England seit einigen Jahren hinter den Kulissen als Head Coach der Offense unter Bill Belichick angesehen wurde, ist es der zweite Head-Coach-Job in der NFL. Von 2009 bis 2010 war er bereits für die Denver Broncos verantwortlich, wurde jedoch nach einer vielversprechenden ersten Saison früh im zweiten Jahr wieder entlassen. Seine Gesamtbilanz war 11-17. Seinerzeit sorgte er für Aufsehen mit der Entscheidung, Tim Tebow in der ersten Runde des Drafts zu ziehen. Allerdings zog er auch Wide Receiver Demaryius Thomas drei Picks zuvor und jener entpuppte sich letztlich als Glücksgriff für die Franchise.

Für Aufsehen sorgte McDaniels dann ein paar Jahre später erneut: Vor der Saison 2018 hatte er eigentlich den Colts zugesagt, stieg dann aber in letzter Minute doch noch aus. Stattdessen wurde Frank Reich verpflichtet. McDaniels' damaliger Pick für den Defensive Coordinator, Matt Eberflus, sollte jedoch ebenfalls ein Glücksgriff für jene Franchise sein.

McDaniels übernimmt eine insgesamt vielversprechende Situation mit einem ordentlichen Quarterback in Derek Carr sowie einem Star-Tight-End in Darren Waller. Die Offense sollte damit also schonmal kein Problem sein mit McDaniels als Play-Caller.

Chicago Bears: Matt Eberflus

Nach insgesamt vier Saisons und einer 34-33-Bilanz inklusive zweier Playoff-Teilnahmen wurde Head Coach Matt Nagy entlassen. Ebenfalls musste GM Ryan Pace seinen Hut nehmen. Für ihn übernahm der bisherige Executive Director of Player Personnel der Chiefs, Ryan Poles.

Und jener brachte schließlich den bereits erwähnten Matt Eberflus mit nach Chicago.

Eberflus war vor seiner erfolgreichen Zeit in Indy Linebackers-Coach bei den Browns und Cowboys und übernimmt nun ein Team, das seit jeher seine Identität in der Defense sieht.

Allerdings darf diese Wahl durchaus hinterfragt werden, schließlich war Nagy zuletzt vor allem an der Quarterback-Situation gescheitert. Speziell war es ihm nie gelungen, ein klares und auf den letztjährigen Erstrundenpick Justin Fields zugeschnittenes Offensiv-Scheme zu entwickeln. Und die Idee wäre nun vermeintlich gewesen, einen Head Coach zu installieren, der die Entwicklung von Fields in den kommenden Jahren positiv beeinflussen könnte.

Eberflus jedoch hat einen rein defensiven Background und wird daher auf einen innovativen Offensive Coordinator angewiesen sein, auch wenn er bereits andeutete, dass er auf beiden Seiten des Balls mitsprechen und auch deshalb nicht defensiv als Play-Caller fungieren wird.

Den Part des innovativen Offense-Coaches soll Luke Getsy übernehmen, der zuletzt als QB-Coach der Packers tätig war. Im Grunde liegen also auf jenem die größten Hoffnungen in diesem neuen Konstrukt in Chicago.

Denver Broncos: Nathaniel Hackett

Seit Teampräsident John Elway George Paton 2021 als neuen GM angeheuert hatte, war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis Head Coach Vic Fangio abgelöst werden würde. Es ist schlicht das Gesetz des Marktes, dass ein neuer GM früher oder später seinen Head Coach installieren wird.

Und für den Defensiv-Guru Fangio (Gesamtbilanz in drei Jahren: 19-30) kam nun Packers-Offensive-Coordinator Nathaniel Hackett in die Mile High City. Der 42-Jährige ist seit 2013 durchweg als Coach in der NFL aktiv und arbeitete bereits für die Bills und Jaguars ehe er mit Matt LaFleur 2019 nach Green Bay kam.

Hackett war zwar unter LaFleur nicht der Play-Caller, doch gelten seine Designs generell als modern und innovativ. Zudem zeigte er, dass seine Offense nicht nur mit einem Superstar-Quarterback wie Aaron Rodgers funktionieren kann. Seine wohl bislang größte Leistung war es wohl, die Jaguars mit Quarterback Blake Bortles - noch dazu als Play-Caller - halbwegs brauchbar aussehen zu lassen auf dem Weg ins AFC Championship Game der Saison 2017.

Allerdings stellt sich auch mit Hackett in Denver weiterhin die Frage, ob nun endlich der erste Top-Quarterback seit Peyton Manning gefunden wird. Denn das Fehlen eines solchen hatte bereits Fangios Amtszeit zum Scheitern verurteilt.

Werbung
SPOX Fallback Ads, Eigenwerbung
Werbung
SPOX Fallback Ads, Eigenwerbung