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NFL Coin Toss Week 12: Front Seven und Jalen Hurts - das lässt die Eagles gegen die Seahawks hoffen

Von Jan Dafeld
Jalen Hurts erhielt unter der Woche Snaps als Starting Quarterback.

In der Nacht auf Dienstag treffen die Seattle Seahawks auf die Philadelphia Eagles. Fährt Russell Wilson mit seinem Receiver-Duo den nächsten Sieg ein oder können die Eagles zuhause für eine Überraschung sorgen? SPOX diskutiert mit mySPOX-User JaydoggBO. Das Spiel könnt Ihr in der Nacht auf Dienstag (ab 2.15 Uhr) live auf DAZN verfolgen.

Preview: Philadelphia Eagles (3-6-1) vs. Seattle Seahawks (7-3) (Di., 2.15 Uhr live auf DAZN)

Jan Dafeld (SPOX): Die Seahawks stehen in ihren letzten fünf Spielen bei drei Niederlagen und nur zwei Siegen, das so starke Team rund um den scheinbar unaufhaltsamen Russell Wilson gehört also ein wenig der Vergangenheit an. Wilson ist einer der besten Quarterbacks der Liga, musste zuletzt allerdings so viel Verantwortung schultern, dass selbst er viele Fehler machte. Zu solchen Fehlern werden ihn auch die Eagles zwingen müssen.

Das Prunkstück von Philadelphias Defense ist die eigene Front Four. Fletcher Cox, Brandon Graham, Javon Hargrave, Derek Barnett, Malik Jackson und Josh Sweat bilden im Verbund eine der besten Defensive Lines der Liga. Eine Line, die auch gegen Seattle groß aufspielen könnte. Die Offensive Line der Seahawks ist in Pass-Protection anfällig, zudem ist Wilsons größte Schwäche, dass er zu viele Sacks schluckt.

Der größte Schwachpunkt der Eagles-Defense liegt derweil auf dem Linebacker-Level, wo sich sämtliche Spieler bislang zu viele Fehler erlaubten. Ohne Greg Olsen verfügt Seattle aber nicht wirklich über die Waffen, um diesen Level mit Wilson konstant zu attackieren. Ein Vorteil für Philly.

Das Receiver-Duo aus DK Metcalf und Tyler Lockett ist zwar eines der besten der Liga und den Cornerbacks der Eagles im Eins-gegen-eins überlegen. Defensive Coordinator Jim Schwartz könnte Metcalf jedoch mit zusätzlicher Safety-Hilfe tief verteidigen und Lockett gleichzeitig von Darius Slay oder Nickell Robey-Coleman decken lassen. Im Verbund mit einem starken Pass-Rush könnte dies das Passspiel der Seahawks zumindest limitieren.

Philadelphia Eagles: Jalen Hurts als Hoffnungsträger

Die größeren Probleme der Eagles liegen in dieser Spielzeit auf der anderen Seite des Balls, die Offense ist eine große Problemzone. Die Offensive Line ist, auch aufgrund von Verletzungen, wacklig, die Receiver sind allenfalls Durchschnitt und Carson Wentz spielt bislang schlicht schlecht, das lässt sich nicht bestreiten.

Die Seahawks-Defense präsentierte sich bislang allerdings nicht viel besser. Die Secondary offenbarte trotz Neuzugang Jamal Adams immer wieder große Lücken, zudem wirkt das defensive Playcalling zu häufig unausgewogen und vorhersehbar. Head Coach Doug Pederson sollte in der Lage sein, so eine Defense schematisch zu attackieren, vielleicht erwischt Carson Wentz unter diesen Umständen ja einen wenigstens durchschnittlichen Tag...?

Sollte dem nicht so sein, scheinen die Eagles mittlerweile bereit zu sein, zu ihrem Plan B überzugehen: Jalen Hurts. Der Rookie ist ein mobiler Quarterback, der der Offense durch zusätzliche Option-Plays weitere Elemente hinzufügen und die Seahawks somit vor einige Probleme stellen könnte. Darüber hinaus ist Hurts aber auch ein durchaus fähiger Passer. Gegen eine bislang wenig überzeugende Secondary sowie einen über weite Strecken zahnlosen Pass-Rush könnte Hurts - sofern er denn Chancen erhält - durchaus für so manches positives Play sorgen. Hurts soll einige Snaps mit den Startern trainiert haben und könnte Berichten zufolge eine größere Rolle erhalten.

Die Eagles gehen als Außenseiter in das Monday Night Game, das ist klar. Die starke Front Seven könnte den Seahawks das Leben offensiv aber schwer machen, Seattles defensive Schwächen sind zudem so groß, dass auf der Gegenseite Punkte definitiv möglich sein sollten - sofern Wentz etwas besser spielt. Oder alternativ Hurts deutlich mehr Spielanteile erhält. Tipp: 27:24 Eagles.

SPOX-User JaydoggBO: Die Seahawks stehen bei sieben Siegen und das hat einen Grund: Russell Wilson. Trotz einiger sehr schwacher Spiele zuletzt trägt der Quarterback der Seahawks sein Team in diesem Jahr zu Erfolgen - und das trotz einer äußerst anfälligen Defense.

Laut DVOA rangiert Seattles Defense auf Rang 23, dies liegt an mehreren Faktoren, besonders aber am fehlenden Pass-Rush. Diesen hatte Seattle in der Off-Season bewusst nicht adressiert, kurz vor der Trade-Deadline musste das Team dann nachlegen.

Seattle holte Carlos Dunlap per Trade aus Cincinnati, das führte direkt zu einem Anstieg der Pressure-Rate, in seinen drei Spielen mit den Seahawks kommt Dunlap auf fünf Sacks und insgesamt 13 Pressures. Neben Dunlap sind die Linebacker Bobby Wagner und K.J. Wright bisher der einzige Lichtblick in der Defense, was auch dazu führt, dass Überraschungspick Jordyn Brooks bisher durch durchwachsene Leistungen und Verletzungen erst auf 185 Snaps kommt.

Die Offense der Eagles kommt nun gerade recht, um das Selbstbewusstsein von Seattles Defense etwas aufzupolieren: Carson Wentz spielt die schlechteste Saison der Karriere. Er kommt bislang auf nur 4,11 Adjusted Net Yards per Attempt, damit liegt er 1,8 ANY/A niedriger als sein Karrierewert und hat mit 40 Sacks jetzt schon die meisten Sacks seiner Karriere kassiert. Jetzt fällt auch zudem auch noch Lane Johnson für die Saison aus.

Die Receiver der Eagles sind obendrein so schlecht, dass diese sogar die sehr schwache Secondary der Seahawks vermutlich vor wenig Probleme stellen dürfte. Kann Seattle die Tight Ends limitieren, wird dies ein sehr langer Abend für Wentz - und es wird schwer, mit der Seahawks-Offense mitzuhalten.

Seattle Seahawks: Receiver als großer Trumpf

Die Offense dagegen wird geschultert von Russell Wilson, DK Metcalf und Tyler Lockett. Kaum ein anderes Team in der Liga hat eine solche Kombination aus Quarterback und Receiver-Duo zur Verfügung. Auch deshalb ist die Seahawks-Offense die bei Pro Football Focus am höchsten bewertete Offense und diese trifft nun auf eine unterdurchschnittliche Defense nach Coverage Grades.

Der beste Cornerback der Eagles, Darius Slay, ist aufgrund seiner Größe eher für das Matchup mit Lockett als für Metcalf geschaffen und so dürfte es in diesem Primetime-Match wieder die große Bühne Metcalf geben, auch weil die anderen Cornerbacks der Eagles noch kleiner sind als Slay. Sollte es Seattle gelingen, den Pass-Rush der Eagles etwas in Schach zu halten, haben die Seahawks somit alle Trümpfe in der Hand.

Der Ausfall von Olsen sollte unter diesen Umständen nicht allzu stark ins Gewicht fallen, zudem kehrt Chris Carson, der in dieser Saison auch vermehrt im Passing Game eingesetzt wird, gegen die Eagles ins Team zurück.

Auch in diesem Spiel wird Seattle die Begegnung durch Schwächen der eigenen Defense sowie merkwürdige Coaching-Entscheidungen sicher erneut eng halten. Letztlich sollten sich die Seahawks aber durchsetzen. Tipp: 31:24 Seahawks.

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