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NFL

Week 14 Recap: Saints vs. 49ers mit Spiel des Jahres - Patriots unterliegen Chiefs

Von SPOX
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Woche 14 lieferte wohl das Spiel der Saison: Die San Francisco 49ers gewannen einen wilden Shootout bei den New Orleans Saints. Die Baltimore Ravens setzten derweil ihren Siegeszug nach hartem Kampf bei den Buffalo Bills fort. Die Denver Broncos vermöbelten die Houston Texans, während die New England Patriots eine seltene Heimniederlage auch dank einer schwachen Schiedsrichterleistung gegen die Kansas City Chiefs einsteckten.

NFL Recap Week 14

 

New Orleans Saints (10-3) - San Francisco 49ers (11-2)

Ergebnis: 46:48 (13:7, 14:21, 6:7, 13:13) BOXSCORE

  • Die erste wichtige Nachricht des Tages erhielten die Saints einige Stunden vor Kick-Off: Der angeschlagene Left Tackle Terron Armstead war rechtzeitig fit geworden, ein immens wichtiger Faktor gegen den starken Pass-Rush der 49ers. Und tatsächlich steckte Drew Brees am Ende keinen einzigen Sack ein; es wurde vielmehr ein offensiver Shootout mit spektakulären Big Plays, permanenten Führungswechseln, einem großartigen Schlussspurt - kurzum: Es war von Anfang bis Ende ein Spiel mit Playoff-Feeling.
  • Dabei waren beide Defenses in der ersten Halbzeit quasi abgemeldet. Vier der sechs Saints-Drives sowie vier der fünf 49ers-Drives endeten in Touchdowns; lange Drives genau wie Big Plays waren dabei zu bewundern: Die Saints spielten von Beginn an das, was man erwarten musste: schnelle Pässe und ein effizientes Run Game sorgten dafür, dass der Pass-Rush nicht zu Brees kommen konnte, die Saint attackierten die Zone Coverages der 49ers sehr gut mit Tight Ends und Jared Cook fing die ersten beiden Touchdown-Pässe von Brees (29/40, 349 YDS, 5 TD). San Francisco hatte hier einmal schematische Probleme, doch die Niners tackelten auch zu häufig sehr schwach.
  • Umgekehrt hatten die Gäste die Big Plays: Sanders fing einen 75-Yard-TD-Pass von Garoppolo (26/35, 349 YDS, 4 TD, INT), der nächste Drive bestand aus drei Big Plays, ehe die 49ers wieder in der Endzone standen. Beide Offenses hielten konstant den Fuß auf dem Gaspedal, und San Francisco griff immer tiefer mit mehreren Trick Plays in die Trickkiste - darunter ein Touchdown-Pass von Sanders zu Mosterd. Es war ein irres Spiel, in dem beide Offenses Schlag für Schlag gingen.
  • So dauerte es bis in die zweite Hälfte, ehe sich die Defenses so richtig bemerkbar machten. Garoppolo verfehlte Sanders über die Mitte knapp, die Saints fingen den Ball ab; wenig später forcierte San Franciscos Defense einen Fumble von Alvin Kamara. In der Folge kippte das Spiel langsam Richtung 49ers: San Francisco legte Touchdowns nach, während die Saints nur zu Field Goals kamen und sich mit einem missglückten Fake Punt - bei dem mutmaßlich eine Holding-Strafe gegen die 49ers hätte erfolgen müssen - einen weiteren Turnover leisteten.
  • Damit war die Bühne bereitet für den Schlussspurt: Die Saints verkürzten mit einem schnellen TD-Drive auf 40:42, San Francisco erhöhte per Field Goal. Doch einige Big Plays von Michael Thomas brachten die Saints im Gegenzug in die Endzone, und New Orleans führte eine Minute vor dem Ende wieder! Der letzte Ballbesitz gehörte jedoch den Gästen, und bei Fourth Down war es George Kittle, der in unnachahmlicher Manier 28 Yards erkämpfte! Es war der Wegbereiter zum 30-Yard-Game-Winner durch Robbie Gould.

Buffalo Bills (9-4) - Baltimore Ravens (11-2)

Ergebnis: 17:24 (0:3, 6:7, 3:7, 8:7) BOXSCORE

  • Defense, Defense, Defense - das ist die erste Überschrift über dieser Partie. Buffalo gelang es, die gefährlichste Offense der Liga über weite Strecken ernsthaft zu limitieren; Baltimore konnte vor allem nicht ansatzweise den Ball so laufen wie gewohnt. Lamar Jackson (16/25, 145 YDS, 3 TD, INT; 11 ATT, 40 YDS) knackte so auch den Single-Season-QB-Rushing-Rekord von Michael Vick noch nicht, 23 Yards fehlten. Punts prägten dieses Spiel.
  • Dennoch gelang es Baltimore in Phasen, sich ein kleines Polster aufzubauen. Nach einem Fumble von Josh Allen (17/39, 146 YDS, TD; 2 ATT, 9 YDS) durch einen Strip Sack von Matt Judon fand Jackson Tight End Nick Boyle zum Touchdown, es war Mitte der ersten Hälfte die erste 2-Possession-Führung für Baltimore. Ein 61-Yard-Touchdown-Pass auf Hayden Hurst zu Beginn der zweiten Hälfte baute Baltimores Führung auf 17:6 aus.
  • Doch Buffalo blieb im Spiel, obwohl das Passspiel lange überhaupt nicht funktionierte. Allen hatte kurz vor der Halbzeitpause -2 Net Passing Yards, und obwohl im vertikalen Passspiel mehrfach Spieler offen waren, verfehlte Allen sie überdeutlich. Dabei half es wenig, dass die Offensive Line der Bills teilweise merkliche Probleme in Pass-Protection hatte.
  • Doch Buffalos Defense hielt die Hausherren im Spiel und schließlich gelang den Bills der lange Touchdown-Drive, inklusive 2-Point-Conversion. Damit war es nur noch eine 7-Punkte-Führung und die Bills hatten die Chance auf den Ausgleich. Doch Marcus Peters verhinderte den Pass bei Fourth Down zu Brown in der Red Zone. Game Over.

Houston Texans (8-5) - Denver Broncos (5-8)

Ergebnis: 24:38 (0:14, 3:17, 7:7, 14:0) BOXSCORE

  • Die erste Halbzeit in Houston war der größte Schock des Spieltags: Die Texans, die in der Vorwoche noch die Patriots deutlich geschlagen hatten, gingen gegen die im Niemandsland der Liga navigierenden Broncos komplett unter. Das betraf die eigene Offense, die gegen Denver keine offenen Receiver fand, Deshaun Watson (28/50, 292 YDS, TD, 2 INT; 6 REC, 44 YDS, 2 TD) lief in Pressure und kassierte Coverage-Sacks und die Offense leistete sich Turnover - es betraf aber auch die Defense.
  • Houston hatte die Patriots-Receiver noch in enge Man Coverage nehmen und Brady unter Druck setzen können - gegen Denver klappte das überhaupt nicht. Vielmehr legte Drew Lock (22/27, 309 YDS, 3 TD, INT) einen eindrucksvollen Drive nach dem anderen hin.
  • Tight End Noah Fant hatte früh mehrere Big Plays, und während das Run Game nicht funktionierte, marschierte die Offense nur so mit langen Pässen über das Feld. Dabei half es zusätzlich, dass die Defense einen Fumble von Keke Coutee zum Touchdown zurücktrug. Es war der erste Non-Offense-TD für Denver dieses Jahr.
  • Mit 31:3 führten die Broncos so völlig überraschend zur Halbzeitpause. Houston steigerte sich in der zweiten Hälfte zwar und bekam vor allem offensiv jetzt auch mehr Big Plays, unter anderem über Hopkins, auf den Rasen; doch trotz zweier schneller Touchdown-Drives direkt nach der Halbzeitpause war der Rückstand zu groß. Denver konnte seinerseits noch einen Touchdown nachlegen, und obwohl die Offense um Lock anschließend kaum noch überhaupt First Downs produzierte, schaffte es Houston nicht, das Spiel nochmals eng zu gestalten.

New York Jets (5-8) - Miami Dolphins (3-10)

Ergebnis: 22:21 (3:0, 16:6, 0:3, 6:9) BOXSCORE

  • Die Jets hatten in der Vorwoche ein unschönes "Kunststück" geschafft: Nach der Niederlage gegen die bis dato sieglosen Bengals ist Gang Green das erste Team aller Zeiten, das in einer Saison gegen ein bis dahin siegloses Team mit mindestens elf und ein bis dahin siegloses Team mit mindestens sieben Niederlagen verloren hat - letztere Niederlage kam vor einigen Wochen gegen die damals 0-7 stehenden Dolphins. Wiedergutmachung war also angesagt, auch wenn Running Back Le'Veon Bell sowie Safety Jamal Adams verletzt ausfielen.
  • Doch aus der Wiedergutmachung wurde der nächste frustrierende Auftritt. Fitzpatrick (21/37, 245 YDS, INT; 8 ATT, 65 YDS) und die Dolphins-Offense attackierten die verletzungsgeplagte Jets-Secondary früh erfolgreich - im Gegensatz zum Eagles-Spiel beendete Miami seine guten Drives, mehrfach tief in der Red Zone, aber nicht mit Touchdowns. Diese Aufgabe wurde umso schwerer, da Receiver DeVante Parker Mitte der ersten Hälfte mit einer Gehirnerschütterung raus musste.
  • Ein starkes zweites Viertel brachte die Jets auch deshalb zwischenzeitlich klar in Führung. Darnold (20/36, 270 YDS, 2 TD, INT) fand mit mehr Zeit in der Pocket die Big Plays wieder, die letzte Woche gegen Cincinnati so schmerzlich gefehlt hatten. Allerdings blieb das nicht die Geschichte des Spiels, Darnolds Pick in der zweiten Hälfte war eine sehr unschöne Interception und die Jets-Offense fiel nach diesem zweiten Viertel wieder in einen (konservativen) Tiefschlaf.
  • Fitzpatrick derweil hielt den Fuß auf dem Gaspedal und spielte mit der "Alles egal"-Einstellung, die Miami dieses Jahr in vielen Spielen schon unterhaltsam und auch kompetitiv gemacht hatte. Die Dolphins konnten abermals den Ball überhaupt nicht laufen, doch Fitzpatrick feuerte auch nach der Halbzeitpause einige Big Plays das Feld runter. Das Problem waren die ausbleibenden Touchdowns: Miami stellte einen neuen Franchise-Rekord mit sieben (!) Field Goals auf, das war zu wenig: Die Jets bekamen die finale Chance und mühten sich mit einem Field Goal ihrerseits in der Schlusssekunde zum Sieg.
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