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NBA News: Ben Simmons spricht erstmals über Zeit bei den Philadelphia 76ers

Von Robert Arndt
Ben Simmons hat erstmals seit zwei Jahren wieder ein Interview gegeben.

Ben Simmons hat sein erstes Interview seit den Playoffs 2020 gegeben. Der Nets-Guard sprach dabei über das turbulente letzte Jahr in Philadelphia und wie es aus seiner Sicht abgelaufen ist.

"Es waren dunkle Zeiten für mich", sagte Simmons im Podcast von J.J. Redick, The Old Man and the Three, in seinem ersten Interview seit über zwei Jahren, "Ich wollte zurückkommen und mir wurden all diese Dinge an den Kopf geworfen, was nicht sehr hilfreich war. Dabei war es das, was ich gebraucht habe: Hilfe."

Simmons richtete diese Worte an seine Coaches, aber auch an diverse Mitspieler, wobei er gleichzeitig betonte, dass er von einigen Kollegen in dieser Zeit Unterstützung erhielt. Nach den Playoffs 2020, als Simmons seiner Meinung nach zum Sündenbock abgestempelt wurde, machte der Australier kein Spiel mehr für die Sixers und kam nach einem Streik in der Vorbereitung für nur zwei Trainingseinheiten zurück, bei einer davon wurde er von Coach Doc Rivers aus der Halle geworfen.

"Ich wollte das Richtige machen", sagte Simmons über seinen damals überraschenden Auftritt. "Ich sprach mit Doc [Rivers, Coach der Sixers; Anm. d. Red.] vor dem Training und sagte ihm, dass ich vor allem mental nicht bereit bin." Nach Aussage von Simmons bestand Rivers darauf, dass Simmons mitmachen würde, später warf er den Spieler raus, da Simmons nicht nach den Vorstellungen des Coaches trainierte.

"Ich dachte mir, dass man so etwas nicht macht. Das war pure Absicht und so hat es sich auch angefühlt. Es fühlte sich so an, als ob er mich bloßstellen wollte. Ich wurde bestraft, weil ich keine Gewichte gestemmt habe. Dabei war ich einer der stärksten Spieler im Team. Ich wurde ständig für kleine Dinge bestraft. Ich habe sicher in dieser Zeit Fehler gemacht, aber das Gleiche gilt für das Team und die Leute, die in der Franchise etwas zu sagen haben."

Ben Simmons freut sich auf Saison mit Brooklyn Nets

Später gab Simmons an, dass er mentale Probleme habe, die Hilfe der Ärzte in Philadelphia wollte er jedoch nicht annehmen. Stattdessen bestraften die Sixers den Australier, indem sie ihn nicht mehr bezahlten. Der Fall ging vor Gericht und Simmons erhielt durch einen Kompromiss zumindest einen Teil der 20 Millionen Dollar, die ihm in dieser Zeit vorenthalten wurden.

Geld stehe laut eigener Aussage aber ohnehin nicht an erster Stelle. "Das ist mir egal. Ich möchte meinen Frieden und Freude im Leben. Ich will mit mir im Reinen sein und wenn mich das Geld kostet, dann ist das eben so. Mein innerer Frieden ist mir wichtiger als Geld."

Die kommende Saison ist für Simmons ein Neuanfang. Im Februar tradeten die Sixers den früheren Top-Pick nach Brooklyn, aufgrund einer Rückenverletzung machte Simmons bislang aber noch kein Spiel für die Nets. Diese hatten mit all dem Drama um Kyrie Irving und Kevin Durant eine turbulente Offseason hinter sich, dennoch freut sich Simmons auf die neue Herausforderung.

"Das wird richtig geil, ich kann es kaum erwarten. Ich habe eine neue Nummer, ein neues Jersey (...) Wenn alles zusammenpasst, dann werden wir die Championship gewinnen. Das muss das Ziel sein."

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