Cookie-Einstellungen
NBA

NBA - Erkenntnisse zu Lakers vs. Warriors: Dennis Schröder ist aktuell nicht der beste Lakers-Guard

Dennis Schröder sah im Duell mit Stephen Curry zumeist nicht so gut aus.
© getty

Das Play-In-Spiel zwischen den Los Angeles Lakers und den Golden State Warriors brachte die erhoffte Dramaturgie - und auch einige Erkenntnisse. SPOX blickt zurück auf eine wilde Partie. Hier geht's zu den Highlights des Spiels!

1. Playoff-Draymond Green bleibt ein Monster

Die Zweifel, die vor der Saison an den Warriors aufkamen, hatten zu einem gewissen Anteil auch mit der schwachen Vorsaison von Draymond Green zu tun. Schon die Regular Season gab Aufschluss, dass der Big Man noch immer einer der besten Verteidiger der Liga ist - und in dieser Partie stellte er es erst recht unter Beweis.

Vor allem in der ersten Halbzeit verteidigte Green schlichtweg meisterlich. Im Eins-gegen-Eins entnervte er Anthony Davis komplett, der erst spät im Spiel auftaute, dazu hatte er gefühlt auch bei jedem Pick'n'Roll die Finger im Spiel und orchestrierte die gesamte Team-Defense.

Die Fülle an gegnerischen Plays, die Green in dieser Partie fast im Alleingang zerstörte, schaffen andere Spieler nicht über eine gesamte Saison.

Seine Leistung kam nicht ohne Wermutstropfen aus - Green war als Scorer kein Faktor, riskierte durch sein Gemecker auch nach dem ersten Technical einen Rauswurf und leistete sich vor allem 6 Turnover. Seine Statline (2 Punkte, 9 Rebounds, 8 Assists, 3 Steals, 3 Blocks) wird jedoch nicht ansatzweise seinem Impact gerecht, wie so oft.

Was Curry vorne leistet, kann Green unter Druck defensiv. Er wird vermutlich nicht erneut Defensive Player of the Year werden, zumal dieser Award sich ja auf die Regular Season bezieht. Doch seine Vielseitigkeit gepaart mit der beispiellosen Intelligenz macht ihn zum womöglich wertvollsten Playoff-Verteidiger - also dann, wenn es wirklich zählt. Immer noch.

Draymond Green: Seine Statistiken 2020/21

SpieleMinutenPunkteTS%ReboundsAssistsStealsBlocks
6331,57,053,07,18,91,70,8

2. Andre Drummond ist (noch) nicht die Lösung

Wirklich überraschend ist es angesichts der Ausfälle nicht, aber noch hat Lakers-Coach Frank Vogel seine perfekte Rotation nicht gefunden, und noch hat Andre Drummond nicht wirklich Bindung an das restliche Spiel. Was Green bei den Warriors auszeichnet, ließ der Big Man vermissen: Er ging nach Switches gegen Stephen Curry auf den Steal, statt solide zu bleiben. Er konnte den Ring nicht beschützen und wurde im Pick'n'Roll teilweise richtiggehend herausgepickt.

Fast noch schädlicher war sein Spiel indes offensiv. Drummond stand mehrfach bei Driving Lanes im Weg und machte das ohnehin schon schlechte Spacing der Lakers weiter kaputt. Als die Offense ohnehin stagnierte, forderte er den Ball für Eins-gegen-Eins-Situationen im Post - wobei er dann bei seiner einzigen Gelegenheit prompt den Ball verlor. Wenig später nahm Vogel ihn runter.

Drummond kann bei den Lakers sicher noch eine Rolle finden, aber in diesem Spiel war eklatant, wie viel besser und flüssiger es lief, wenn Anthony Davis auf der Fünf agierte (was niemanden überraschen sollte). Und auch Marc Gasol sollte man womöglich nicht komplett abschreiben. Sein Passspiel hätte der teils unheimlich eindimensionalen Offense der Lakers auch in dieser Partie gut zu Gesicht stehen können.

Davis war in der zweiten Halbzeit defensiv phasenweise ähnlich eindrucksvoll wie Green und wurde auch offensiv auf der Fünf zunehmend aggressiver, während er die gesamte Hälfte durchspielte. Es war kein Zufall, dass Drummond in der zweiten Hälfte nur noch knapp sieben Minuten auf dem Court stand und das letzte Viertel komplett von draußen beobachtete. Wobei er da nicht der einzige war.

Werbung
SPOX Fallback Ads, Eigenwerbung
Werbung
SPOX Fallback Ads, Eigenwerbung