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NBA

NBA Power Ranking im April: Nicht das Play-In-Turnier sollte die Mavericks ärgern

Damian Lillard, Portland Trail Blazers
© getty

Von Platz 12 auf 10: Boston Celtics (31-27)

Net-Rating: +1,9 (11)

Wenige Teams wurden im Lauf der Saison so sehr von Verletzungen und COVID durcheinander gewirbelt wie die Celtics, was noch immer der Fall ist - siehe Evan Fournier oder Robert Williams, der sich direkt nach der positiven Erwähnung bei SPOX verletzte (sorry!). Trotzdem scheint Boston zur rechten Zeit die Kurve gekriegt zu haben, was vor allem an Jayson Tatum liegt, der seit der All-Star-Unterbrechung stabile 27 Punkte bei 61 Prozent True Shooting auflegt, Tendenz steigend. Sowohl offensiv als auch defensiv klopft Boston langsam wieder an der Top 10 an, Platz 4 ist noch möglich.

Von Platz 18 auf 9: New York Knicks (33-27)

Net-Rating: +2,1 (9)

Nach kurzem Zwischentief haben die Knicks derzeit ihre stärkste Phase der Saison mit acht Siegen in Folge, ihrer längsten Serie seit 2014. Der Grund: Erstmals sieht die Offense gut aus (Platz 7 in diesem Stretch). Neben dem überragenden Julius Randle (30, 9 und 7!) trägt dazu auch die Bank bei, auf der Derrick Rose, Alec Burks und Immanuel Quickley immer besser koexistieren. Die Defense ist noch immer auf Top-Niveau, obwohl sich die gegnerische Dreierquote etwas normalisiert hat. Der Restspielplan ist allerdings heftig. Holt die enorme Minutenlast Randle und R.J. Barrett noch ein?

Von Platz 3 auf 8: Los Angeles Lakers (35-23)

Net-Rating: +3,9 (8)

Die Lakers haben den Ansturm ohne ihren beiden Superstars erstaunlich gut weggesteckt und sich die Top-Defense bewahrt, auch wenn die Spiele zuletzt oft ein Krampf waren. Die Bilanz ohne LeBron James und Anthony Davis steht bei 7-9, das ist sehr achtbar, und nun steht AD kurz vor der Rückkehr. Apropos AD: Im April ist die Lakers-Offense um mehr als 11 Punkte pro 100 Ballbesitze besser, wenn Andre Drummond mitspielt. Er wird neben den Stars eine kleinere Rolle einnehmen, aber kurzfristig hilft das. Es bleibt dabei: Wenn alle fit sind, sind die Lakers der Topfavorit, mindestens im Westen.

Von Platz 7 auf 7: Denver Nuggets (38-20)

Net-Rating: +5,3 (5)

Bisher haben die Nuggets den Ausfall von Jamal Murray gut weggesteckt, trotzdem bleibt es natürlich dabei, dass diese Verletzung die Upside des Teams massiv reduziert. Das ist vor allem deshalb bitter, weil die Nuggets und auch Murray erst so richtig ihren Rhythmus gefunden hatten. Michael Porter Jr. scheint immerhin bereit für größere Aufgaben, die Effizienz des Forwards bleibt beeindruckend (21,8 PPG bei 67,6 Prozent True Shooting seit der All-Star Break!), über Nikola Jokics Saison ist ohnehin genug gesagt. Oder doch nicht? Der MVP-Award 2021 sollte Stand jetzt seinen Namen tragen.

Von Platz 6 auf 6: Milwaukee Bucks (35-22)

Net-Rating: +6,1 (4)

Die Bucks sind nicht das dominante Regular Season-Team der letzten zwei Jahre, das ist an sich aber kein Problem: Mike Budenholzer ist offener für neue Ideen, Jrue Holiday und auch P.J. Tucker bringen defensiv noch mehr Vielseitigkeit mit. Das bringt noch nicht immer die richtigen Resultate ("nur" Platz 10 defensiv und gerade die neue Zonenverteidigung sieht noch holprig aus), aber was zählt, sind die Playoffs - und eigentlich sollten die Bucks dafür nun besser gewappnet sein. Den Beweis können sie nur eben erst dann erbringen. Hinter Philly und Brooklyn das Ost-Team mit der größten Upside.

Von Platz 1 auf 5: Brooklyn Nets (39-20)

Net-Rating: +4,0 (7)

Man ist ja geneigt, Brooklyn einfach den Vertrauensvorschuss zu geben, schließlich sprechen die Namen für sich. Fakt ist nur eben, dass die Big Three noch immer bloß sieben gemeinsame Spiele auf dem Buckel hat und es nach der James Harden-Verletzung möglich ist, dass sich das bis zu den Playoffs auch nicht mehr ändern wird. Irgendwo müssen Automatismen aber auch herkommen, oder? In der Zwischenzeit verdient Steve Nash jedoch Anerkennung, wie er trotz der ständigen Veränderungen ein konstantes Team aus den Nets geformt hat. Defensiv bleibt es spannend.

Von Platz 4 auf 4: Philadelphia 76ers (39-19)

Net-Rating: +4,8 (6)

Die Sixers haben Joel Embiid zurück, der nach seiner Verletzungspause auf demselben (MVP-)Niveau weitermacht wie vorher auch. Allerdings hagelt es trotzdem weiter Ausfälle; das designierte Starting Lineup (Embiid, Ben Simmons, Tobias Harris, Danny Green, Seth Curry) hat insgesamt nur 24 Spiele absolviert, von denen aber stolze 20 gewonnen wurden. Will sagen: Gehen die Sixers mit dieser Defense und diesem Embiid fit in die Playoffs, können sie wohl jedes Team schlagen. Mit dem leichtesten Restspielplan der NBA sollte der Heimvorteil bis zu den Conference Finals auch drin sein.

Von Platz 8 auf 3: L.A. Clippers (42-19)

Net-Rating: +6,8 (2)

Viele wollen die Clippers noch immer nicht so richtig ernst nehmen. Das ist angesichts der vergangenen Saison auch verständlich, aber speziell seit der Ankunft von Rajon Rondo wirkt L.A. teilweise wie ein anderes, intelligenteres Team. Es werden bessere Abschlüsse gefunden, was nennenswert ist, weil die Clippers zuvor schon die beste Offense der NBA(-Historie) stellten. Sie haben zwar immer noch Crunchtime-Probleme, gewinnen ihre Spiele aber fast immer schon vorher. L.A. ist tief, kann verteidigen (Platz 11 defensiv) und trifft den Dreier noch immer absurd gut (42 Prozent!).

Von Platz 5 auf 2: Phoenix Suns (42-16)

Net-Rating: +6,5 (3)

Ähnlich wie die Jazz sind die Suns verhältnismäßig gesund durch die Saison gekommen und haben davon eindeutig profitiert - aber auch in Big Games kommt ihre Klasse regelmäßig durch. Ihre 20-6-Bilanz gegen +.500-Teams ist die beste der Liga, Phoenix dominiert sich mit methodischer Brillanz durch die Saison und profitiert davon, dass nicht ein Spieler alles machen muss. Ein Beispiel: Devin Booker trifft in den letzten zehn Spielen nur 29 Prozent von Downtown, trotzdem gab es nur zwei Niederlagen. Deandre Ayton fühlte sich zudem zuletzt immer wohler als Ringbeschützer.

Von Platz 2 auf 1: Utah Jazz (44-15)

Net-Rating: +9,2 (1)

Die Verletzung von Donovan Mitchell ist das erste echte Ärgernis dieser Spielzeit für Utah, das von COVID weitestgehend verschont wurde, der Star-Guard hatte aber wohl Glück im Unglück. Und so bleibt es vorerst dabei: Die Jazz sind das beste und mit Abstand konstanteste Team dieser Regular Season, Platz 4 bei der Offense und Platz 3 defensiv sprechen eine klare Sprache, auch wenn es hier und da mal winzige Wackler gegeben hat. Es liegt in der Natur der Sache, dass es Zweifel geben wird, bis sie diese Leistungen auch in den Playoffs bestätigen, aber damit müssen die Jazz leben.

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