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NBA

Lieber Tanking als LeBron-Opfer

Auch die Zukunft von DeMar DeRozan ist ungewiss
© getty

Ist es überhaupt sinnvoll, in der LeBron-Ära im Osten gut zu sein?

Paul George, Jimmy Butler, Carmelo Anthony, Derrick Rose, Al Horford, Paul Millsap, Brook Lopez, Joe Johnson - DeRozan und Lowry sind in guter Gesellschaft. Sie alle sind oder waren Allstars und sie alle haben es in ihrer Karriere noch nie in die Finals geschafft. Der Grund: die Dominanz von LeBron James.

Eine unwahrscheinliche Überraschung einmal ausgenommen, wird der King in diesem Jahr zum sechsten Mal in Serie den Finals-Teilnehmer der Eastern Conference anführen. 2011 bis 2014 waren das die Miami Heat, 2015 und 2016 waren es die Cavs.

Niemand zweifelt an der Richtigkeit von Lowrys Aussagen zum Thema LeBron - auch, wenn der Zeitpunkt seiner Äußerungen zweifelhaft war. Doch es stellt sich die Frage: Lohnt sich überhaupt der Versuch, gegen die Cavs in die Schlacht zu ziehen?

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Unter der Prämisse, dass die Cavs auch in den nächsten zwei Jahren im Osten nicht zu schlagen sein werden, könnte es sinnvoll sein, neue Wege zu gehen. Lowry ziehen lassen, DeRozan traden und den Rebuild jetzt einzuleiten könnte langfristig ertragreicher sein, als damit erst zu beginnen, wenn der King seinen Zenit überschritten hat.

Dafür spricht, dass mit Boston, Washington und Milwaukee drei Ost-Teams auf dem aufsteigenden Ast sind und den Contender-Status spätestens nächste Saison erreicht haben. Torontos Upside ist dagegen gering, weiter nach oben wird es nicht gehen.

Mit Norman Powell, Pascal Siakam, Jakob Pöltl und Delon Wright verfügen die Raptors zudem über einen vielversprechenden Talent-Pool, der bei entsprechenden Spielminuten den ein oder anderen wichtigen Spieler hervorbringen könnte.

Diese Jungs spielen zu lassen, würde den Raptors einen hohen Lottery-Pick in 2018 bescheren - vor allem da es kaum noch "Konkurrenz" um die unteren Plätze gibt.

Die Philadelphia 76ers leiten mit Ben Simmons, Joel Embiid und Dario Saric Phase zwei ein. Die Brooklyn Nets suchen nach Veteranen und die Los Angeles Lakers werden einige junge Spieler für Paul George tauschen. Die Minnesota Timberwolves machen den nächsten Schritt, lediglich die Phoenix Suns und die Sacramento Kings wären ernsthafte Konkurrenten um die Rote Liga-Laterne.

Eine leere Arena, lustlose Fans und die Rückkehr in die Bedeutungslosigkeit sind die allgemein gefürchteten Schattenseiten. Doch so schnell, wie die Generation um Lowry und DeRozan mit ihren Playoff-Runs in ganz Kanada eine Basketball-Hysterie ausgelöst hat, könnte man das Feuer der Fans im Erfolgsfall auch recht zügig wieder entfachen.

Auch, wenn man LeBron aus dem Weg gehen würde - am Ende bleibt die große Problematik des Tankings: Es ist nicht garantiert, dass es danach besser läuft. Manchmal bekommt man im Draft einen Tim Duncan - manchmal aber auch einen Andrea Bargnani.

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