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Baksetball - Brittney Griner kommt über Austausch frei: "Sie ist im Flugzeug"

SID
Brittney Griner

Die seit Februar in Russland inhaftierte US-Basketballerin Brittney Griner ist im Rahmen eines Gefangenenaustausch freigekommen und auf dem Weg in die Heimat. "Sie ist in Sicherheit. Sie sitzt in einem Flugzeug. Sie ist auf dem Weg nach Hause", schrieb US-Präsident Joe Biden bei Twitter. Er habe gerade mit ihr gesprochen.

Nach endlosen Monaten hinter Gittern, nach Wochen in einer Strafkolonie hat das Martyrium für Brittney Griner ein Ende. Die US-Basketballerin hat Russland dank eines Gefangenenaustauschs verlassen und kommt heim. "Sie ist in Sicherheit. Sie sitzt in einem Flugzeug. Sie ist auf dem Weg nach Hause", schrieb US-Präsident Joe Biden bei Twitter. Er habe gerade erst mit ihr gesprochen.

Für ihre Familie, besonders für ihre Ehefrau Cherelle, die beim Telefonat im Oval Office dabei war, gibt es in diesem Jahr früh ein Weihnachtsgeschenk, das sich so zuletzt nicht angekündigt hatte. Denn seit die zweimalige Olympiasiegerin Griner im Februar festgenommen und danach als politischer Spielball missbraucht worden war, stockten die Verhandlungen. Nun kam es nach fast zehn Monaten zum Durchbruch.

"Heute ist meine Familie komplett", sagte Cherelle Griner. Biden sprach von einem "Tag, auf den wir lange hingearbeitet haben. Wir haben nie aufgehört, auf ihre Freilassung zu drängen. Es bedurfte mühsamer und intensiver Verhandlungen."

Griner war Anfang August wegen Drogenschmuggels zu neun Jahren Haft verurteilt und zuletzt von Moskau in die Republik Mordowien verbracht worden. Es ging in die IK-2-Strafkolonie in Javas, 500 Kilometer und acht Autostunden von der Hauptstadt entfernt. Russland erhöhte mit dem Schritt nochmals den Druck, offenbar erfolgreich.

Der Preis ist ziemlich hoch, denn im Gegenzug kam der frühere russische Waffenhändler Wiktor But frei. Der "Händler des Todes", ein Schwerverbrecher, saß seit 2010 in einem US-Gefängnis. Auch But (55), zu 25 Jahren verurteilt, ist nicht mehr in Haft.

"Am 8. Dezember 2022 wurde am Flughafen Abu Dhabi der Austausch des russischen Staatsbürgers Wiktor But gegen die US-Bürgerin Brittney Griner erfolgreich abgeschlossen", teilte das russische Außenministerium am Donnerstag in einer Erklärung mit.

Nachdem Griner aus einem Haftzentrum ins südöstlich gelegene Nichts verlegt worden war, wo es ihr nach Angaben ihrer Anwälte "so gut wie möglich" ging, hatte sich der stellvertretende Außenminister Sergej Rjabkow zu Wort gemeldet und Interesse an einem Gefangenenaustausch angemeldet. Daraufhin bekräftigte Karine Jean-Pierre, Sprecherin des Weißen Hauses, dass die USA ein "substanzielles Angebot" unterbreitet hätten. "Jede Minute, die Brittney Griner in Russland in unrechtmäßiger Haft verbringen muss, ist eine Minute zu viel", so Jean-Pierre.

Das Drama, das am 17. Februar begann, hat ein Ende. Damals war Griner, die in der Pause der US-Profiliga WNBA seit Jahren in Russland spielte, am Moskauer Flughafen Scheremetjewo festgenommen worden. Sie führte Vape-Kartuschen mit Cannabis-Öl in ihrem Gepäck mit und ahnte nicht, was auf sie zukommen würde. Jetzt ist der Spuk vorbei.

Die beste deutsche Basketballerin Satou Sabally (Dallas Wings), die Griner aus der WNBA kennt, reagierte erleichtert. "BG ist frei!!", schrieb die Berlinerin bei Twitter: "Dieser Tag hätte nicht besser beginnen können, und ich bin so froh, dass das vor den Feiertagen passiert ist."

Der US-Basketballverband reagierte mit einer Stellungnahme auf die Freilassung. "Brittney Griner hat in den letzten fast 300 Tagen Mut und Entschlossenheit gezeigt", hieß es darin: "USA Basketball ist erleichtert, dass sie auf dem Heimweg ist und sich auf ein Wiedersehen mit ihrer Frau, ihrer Familie und ihren Freunden freuen darf. Wir sind dankbar für die Arbeit der US-Regierung und aller, die hinter den Kulissen daran gearbeitet haben, dieses Ergebnis zu erzielen."

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