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Basketball

"Schwer zu begreifen": Okulajas Tod sorgt für Bestürzung

SID
Ademola Okulaja ist im Alter von 46 Jahren gestorben.
© imago images

Ademola Okulaja hat die Menschen berüht: Der Tod des einstigen Kapitäns der Basketball-Nationalmannschaft hat große Bestürzung bei seinen Weggefährten ausgelöst.

Die Reaktionen kamen schnell, sie kamen zahlreich und aus der ganzen Welt, und sie zeugten von großer Bestürzung. Ademola Okulaja, ehemaliger Kapitän der deutschen Basketball-Nationalmannschaft auch zu den Zeiten, als Dirk Nowitzki ihr prominentester Spieler war, hat die Menschen bewegt. Sein überraschender Tod ist deshalb "schwer zu begreifen und unfassbar traurig", wie Marko Pesic schrieb.

Pesic, heutiger Geschäftsführer der Basketballer des FC Bayern, gehörte wie Okulaja zu jener Generation deutscher Spieler, die bei der EM 2001 Rang vier belegte und ein Jahr später bei der WM in Indianapolis Bronze gewann. Angeführt wurde diese Mannschaft von Nowitzki, doch ihre Triebfeder, die war das Energiebündel Okulaja. Sein Motto schon als College-Spieler in den USA: "Ich will gewinnen. Dafür tue ich alles." Sein Spitzname: "Warrior". Krieger.

Okulaja spielte vier Jahre lang an der Uni von North Carolina, einer seiner Mitspieler bei den legendären Tar Heels war Vince Carter (45), eine NBA-Ikone. "Wir werden Dich vermissen, mein Junge", twitterte der US-Amerikaner, als er vom Tod Okulajas (46) erfuhr, er schloss seine äußert persönliche Bemerkung mit den Worten: "Ohne Zweifel hast Du die Leben vieler Menschen mit Deiner Freundlichkeit berührt. Dies wird nie vergessen werden."

Okulaja selbst schaffte es nie in die NBA, nach seiner Zeit bei den Tar Heels kehrte er zunächst zurück zu Alba Berlin, spielte für Girona, Barcelona, Treviso, Valencia, Köln und stand zuletzt in Bamberg (2007 bis 2009) unter Vertrag. Mit Berlin gewann der gebürtige Nigerianer den Korac Cup (1995) und die Meisterschaft (2000). Für Deutschland bestritt er 172 Länderspiele, die meisten als Kapitän, hinter Nowitzki war er in der Regel der beste Korbschütze.

Okulaja überwindet Tumorerkrankung

Lange Jahre plagte sich Okulaja mit Rückenproblemen herum, er verpasste dadurch die Qualifikationsturniere für Olympia in Athen und in Peking. Tatsächlich stellte sich im Sommer 2008 heraus, dass ein Tumor einen Bruch des siebten Brustwirbels verursacht hatte, eine Lähmung drohte. "Ich hatte super viel Glück im Unglück", sagte Okulaja später. Auf das Spielfeld kehrte er danach aber nicht zurück, 2010 erklärte er seinen Rücktritt.

Was ihm selbst nicht gelang, machte Okulaja für andere möglich. Nach seiner Karriere als Spieler wurde er deren Berater, so er ebnete etwa den deutschen Nationalspielern Dennis Schröder und Daniel Theis den Weg in die NBA. Auch Theis, derzeit mit den Boston Celtics im Halbfinale der NBA-Playoffs gegen die Miami Heat beschäftigt, regierte auf die traurige Nachricht: "Danke für alles, was Du für meine Familie und meine Karriere getan hast."

Alle, die nun um Okulaja trauren und ihn würdigen, hoben vor allem zwei Eigenschaften hervor, am besten fasste sie Jordi Bartomeu zusammen. Okulaja habe, "alles Gute an unserem Sport dargestellt, als echter Wettkämpfer auf dem Feld und als noch besserer Gentleman außerhalb davon", teilte der Spanier mit. Sein ehemaliger Verein Brose Bamberg twitterte: "Viel zu früh ... mach's gut da oben."

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