Cookie-Einstellungen
Basketball

Basketball - Lehren vom Supercup: So weit ist die DBB-Auswahl vor der WM in China

Dennis Schröder ist in Abwesenheit von Robin Benzing der Kapitän der DBB-Auswahl.
© imago images

DBB-Team: Das Prunkstück ist die Defense

Vorne gibt Schröder den Ton an, von ihm ausgehend wird dann viel Pick'n'Roll mit den Bigs gespielt und oft aus diesem Spielzug auch offene Schützen an der Dreierlinie gefunden. Das vielleicht größte Potenzial hat die deutsche Mannschaft aber nicht in der Offense, sondern in der Defense. Das wurde vor allem im Spiel gegen Tschechien, in der zweiten Hälfte aber auch gegen Polen deutlich.

Dass Maxi Kleber und Daniel Theis auch in der NBA zu den besseren Verteidigern gehören, ist bekannt, gerade in Kombination kann dieses Twin-Tower-Lineup aber fast schon furchteinflößend daherkommen, auch wenn keiner von ihnen ein klassischer Brecher (wie etwa Litauens Jonas Valanciunas) ist. Und auch auf den kleineren Positionen kann das DBB-Team überragend verteidigen.

Gegen Tschechien fielen dabei vor allem Ismet Akpinar und Maodo Lo auf, die Satoransky mit extrem bissiger Verteidigung komplett aus dem Spiel nahmen. Bei etwas größeren Gegenspielern sind Paul Zipser oder Niels Giffey ebenfalls dazu geeignet, Stars aus dem Spiel zu nehmen oder zumindest hart arbeiten zu lassen. Die Herausforderung besteht darin, über 40 Minuten mit höchster Intensität zu verteidigen, was in Hamburg noch in keinem Spiel gelang - aber das Potenzial ist da.

"Wir haben insgesamt eine sehr gute Teamverteidigung", sagte Kleber. "Das müssen wir ausnutzen. Wir haben defensiv so viel Potenzial, dass das eigentlich an keinem Tag eine Schwachstelle sein darf."

DBB-Team: Wer muss noch gehen?

Seine vorletzte unangenehme Entscheidung traf Rödl am Sonntag, als er Moritz Wagner aus dem vorläufigen WM-Kader strich. Der 22-Jährige von den Washington Wizards fiel der sehr tiefen Big-Man-Rotation zum Opfer - alle anderen großen Spieler bringen mehr Erfahrung und mehr Spielpraxis auf hohem Niveau mit als Wagner. "Ich glaube, dass Moritz die Zukunft gehört", betonte Rödl dennoch, aber für dieses Turnier wird er nicht gebraucht.

Nun bleiben noch 13, ein Spieler wird das Team wohl nach den beiden Tests in Japan noch verlassen. Blickt man auf die Minutenverteilung in Hamburg, kämen dafür aktuell die folgenden Spieler in Frage: Andreas Obst, Johannes Thiemann, Isaac Bonga und Robin Benzing. Wobei letzterer ein Spezialfall ist: Verletzungsbedingt konnte er in Hamburg nicht mitwirken, sein Standing im Team ist aber so groß, dass er trotzdem nach Japan mitreist und die Chance erhält, seinen Platz einzunehmen.

Ist er rechtzeitig fit, dürfte er auch bei der WM mit dabei sein. "Wir gehen davon aus, dass er in Japan wieder dabei ist", sagte Rödl.

Isaac Bonga könnte die Wild Card für den DBB sein

Bonga ist der jüngste und unerfahrenste Spieler im Kader, mit seiner Physis und Athletik auf der Guard-Position aber auch ein Matchup-Albtraum und somit eine Art Wild Card, zumal er in seinen Einsätzen einen guten Eindruck hinterließ. Obst wiederum ist der vielleicht beste Shooter im Kader, wirklich treffsicher agierte er in der Vorbereitung bisher aber nicht.

Thiemann steht für Physis, hat aber den Nachteil, dass auf Groß eben auch Stars wie Theis, Kleber, Johannes Voigtmann und Danilo Barthel bereitstehen. Das ist ein echtes Luxusproblem, obwohl mit Isaiah Hartenstein sogar noch ein NBA-Big verletzt fehlt.

Wen es letztendlich noch trifft, ist trotzdem nicht wirklich absehbar. Das betonte Rödl auch in Bezug auf Wagner noch einmal: "Es ist einfach schwierig und keine Entscheidung gegen ihn. Ich denke, auch hier im Raum wusste nicht jeder, wer es sein würde. Aber das ist die Entscheidung, die wir jetzt getroffen haben."

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung