Cookie-Einstellungen
Suche...
NFL

NFL: Gewinner und Verlierer Week 13: Rache ist süß!

Von Marcus Blumberg / Marko Markovic
A.J. Brown (l.) hatte ein erfolgreiches Revenge Game gegen die Titans.

Woche 13 sah A.J. Browns Revenge Game gegen die Titans und es endete übel für sein früheres Team. Joe Burrow setzte ein Ausrufezeichen und ein Deutscher wusste mal wieder zu überzeugen.

Zudem gibt es einen neuen Favoriten auf den Offensive Rookie of the Year. Die Packers stellten einen Allzeit-Rekord auf und bei ein Patriots gerät ein Coach immer mehr in die Kritik. Die Gewinner und Verlierer der Woche.

Gewinner: CHRISTIAN WATSON, Wide Receiver, Packers

Es hat eine Weile gedauert, doch spätestens jetzt ist Watson vollends in der NFL angekommen. Gegen die Bears kam er auf 94 Scrimmage Yards und 2 Touchdowns bei nur 4 Touches!

Watson hat damit in seinen letzten 4 Spielen sage und schreibe 8 Touchdowns erzielt. Er steuert damit schnurstraks auf den Offensive Rookie of the Year Award zu und hat im Grunde alleine die schwächelnde Packers-Offense wiederbelebt.

Gewinner: AMON-RA ST. BROWN, Wide Receiver, Lions

Die Lions haben die Jaguars vermöbelt und der Wide Receiver war mal wieder einer der Hauptgründe für die Glanzleistung der Detroit-Offense.

Der Deutsch-Amerikaner war nicht zu halten und kam auf 11 Receptions für 114 Yards und 2 Touchdowns. Und das, obwohl er zwischenzeitlich bei einem Catch einen richtig harten Hit einsteckte und kurz mal liegen blieb. Ein harter Hund!

Gewinner: JARED GOFF, Quarterback, Lions

Es war ein Heimspiel und in solchen sieht Goff häufig ziemlich gut aus. So auch gegen Jacksonville. Goff warf für 340 Yards und 2 Touchdowns, machte zudem keine nennenswerten Fehler.

Die Lions werden dank der Rams einen ziemlich hohen Pick haben im kommenden Draft, doch Goff sammelt mit solchen Leistungen Argumente für seine Weiterbeschäftigung in der Motor City.

Gewinner: A.J. BROWN, Wide Receiver, Eagles

Die Titans wollten ihn nicht bezahlen und tradeten ihn lieber am Draft Day zu den Eagles für einen Erstrundenpick. Nun hatte Brown sein Revenge Game, der erste Auftritt gegen sein früheres Team ...

Und er zeigte seinem früheren Arbeitgeber, dass besagter Trade vielleicht nicht dessen beste Entscheidung war. Brown kam auf 8 teils spektakuläre Receptions für 119 Yards und 2 Touchdowns. Ein Statement!

Gewinner: GREEN BAY PACKERS

Die Packers spielen insgesamt eine Saison zum Vergessen, keine Frage. Doch mit dem Sieg in Chicago bleiben sie zumindest mal peripher im Playoff-Rennen.

Und mehr noch: Mit diesem Sieg haben sie nun 787 Siege insgesamt in der NFL eingefahren - damit einen mehr als die Bears. Glückwunsch nach Wisconsin!

Gewinner: DEFENSE und SPECIAL TEAMS, Browns

Die Cleveland Browns haben die Houston Texans 27:14 geschlagen, was auf dem Papier ziemlich überzeugend wirkt. Doch die eigene Offense hatte recht wenig damit zu tun. Genau genommen erzielte sie keinen einzigen Punkt im Spiel!

Das besorgten Special Teams und die Defense: Donovan Peoples-Jones trug einen Punt-Return in die Endzone, Tony Fields hatte einen Pick-Six, Denzel Ward einen Fumble-Return-TD. Zudem erzielte Cade York ein Field Goal. Bemerkenswert.

Gewinner: TARIQ WOOLEN, Cornerback, Seahawks

Woolen macht mit seiner Athletik Woche für Woche Plays, die kaum ein Corner in der NFL sonst hinbekommt. Gegen die Rams demonstrierte er das mit 3 Pass Breakups eindrucksvoll.

Zudem hat er mit 6 Interceptions den Franchise-Rekord für Rookies eingestellt und führt die NFL in Picks aktuell auch an.

Gewinner: JOE BURROW, Quarterback, Bengals

Die Bengals bezwangen zum dritten Mal in diesem Kalenderjahr die Chiefs und Burrow war mit 286 Yards und 2 TDs - plus einem TD am Boden - Hauptverantwortlicher am Sieg.

Dabei war bei der Rückkehr von Wide Receiver Ja'Marr Chase zu spüren, dass sich Burrow nicht nur auf ihn fokussierte, sondern die Offense komplexer und diverser ausführte als noch letztes Jahr oder zu Beginn der Saison. So kann man einen Mahomes auch schlagen!´

Gewinner: NICK BOSA, Edge, 49ers

Die 49ers-Defense stellte Tua Tagovailoa vor Probleme, die er so in der Saison selten gesehen hat. Nick Bosa war eines davon - er dominierte die Dolphins Offensive Line nach Belieben.

Seine 3 Sacks waren Ausrufezeichen einer Hammer-Leistung und Tua fand dank der Pressures nie in einen Rhythmus.

Gewinner: BROCK PURDY, Quarterback, 49ers

Als Rookie-Quarterback, der als letzter Pick des Drafts ("Mr. Irrelevant") geholt wurde, erwartest du nicht unbedingt, dass du ein Playoffteam führen wirst. Aber wenn beide QBs vor dir sich verletzen, heißt's schwimmen lernern.

Purdy fühlte sich sichtlich wohl in der Shanahan-Offense und richtete mit 210 Yards und 2 Touchdowns genug Schaden an, dass die AFC-Co-Favoriten aus Miami nicht mithalten konnten.

Gewinner: GENO SMITH, Quarterback, Seahawks

Smith warf für 367 Yards (Career High!) und 3 Touchdowns und sicherte den Seahawks einen wichtigen Division-Sieg im Kampf um die Playoffplätze.

Geno fand dabei sowohl Tyler Lockett früh, als auch DK Metcalf spät, als es um die Entscheidung ging, für Touchdowns und genießt somit weiterhin eine der schönsten NFL-Renaissancen seit Langem.

Gewinner: TYLER LOCKETT, Wide Receiver, Seahawks

Lockett war gegen die Rams früh offen und konnte sich mit guter Separation immer wieder für Smith in Szene setzen.

Am Ende waren es 128 Yards und 1 Touchdown, ein absolutes Traumspiel an einem wichtigen Punkt der Saison.

Gewinner: D.K. METCALF, Wide Receiver, Seahawks

Metcalf fing mit 127 Yards ein Yard weniger als Lockett, aber das wollen wir ihm hier nicht sonderlich übel nehmen.

Er setzte nämlich 36 Sekunden vor Schluss den Game-Winning-Touchdown als i-Tüpfelchen auf seine Performance und war dabei gut gecovert von Jalen Ramsey. Ein absoluter Top-Catch!

Gewinner: DAVANTE ADAMS, Wide Receiver, Raiders

Wie kann man Adams aufhalten? Die Chargers wussten jedenfalls 177 Yards und 2 Touchdowns später keine Antwort.

Adams hat jetzt 85 Touchdowns in seiner Karriere erzielt, das ist der fünftbeste Wert aller Zeiten für Spieler in ihren ersten neun Saisons.

Verlierer: JUSTIN FIELDS, Quarterback, Bears

Es sah lange so aus, dass Justin Fields in seinem schnellen Comeback nach der Schulterverletzung direkt wieder zum strahlenden Helden für die Bears werden würde. Und er hatte auch wieder starke Momente und einen Touchdown.

Doch am Ende brach er wie seine Kollegen ein und kostete seinem Team einen möglichen Sieg und zwei Killer-Interceptions, die mithalfen, die Packers wieder ins Spiel zu holen.

Verlierer: OFFENSIVE LINE, Titans

Die Run-Defense der Eagles schwächelte zuletzt gewaltig, das wäre also ein guter Ansatz für die Titans gewesen. Doch daraus wurde nichts.

Die Offensive Line der Titans wurde an der Line klar dominiert. Ryan Tannehill kassierte 6 Sacks und 9 QB-Hits. Und Derrick Henry wurde bei ganzen 2,7 Yards pro Carry gehalten. Die Stärke der Titans war dieses Mal ihre Schwäche.

Verlierer: KYLE ALLEN, Quarterback, Texans

Auch in seinem zweiten Start in dieser Saison seit der Bank-Versetzung von Davis Mills hat Allen keine Argumente gesammelt, diesen Job auch langfristig zu halten.

Im Gegenteil. Allen warf 2 Interceptions und leistete sich darüber hinaus auch noch 2 Fumbles, von denen einer beim Gegner landete. Irgendwas sagt uns, dass der nächstjährige Starting QB der Texans noch nicht im Kader steht.

Verlierer: ZAY JONES, Wide Receiver, Jaguars

Die Jaguars als Ganzes enttäuschten auf ganzer Linie in Detroit und die Verletzung von Quarterback Trevor Lawrence hat natürlich auch nicht geholfen, keine Frage. Aber die Vorstellung von Zay Jones war besonders enttäuschend.

Er kam auf ganze 2 Receptions für 16 Yards und hatte 3 Drops. Und das, nachdem er in der Vorwoche noch mit 11 Receptions für 145 Yards die Ravens zerlegt hatte. Da fehlt einfach die Konstanz, was fürs gesamte Team gilt.

Verlierer: RED-ZONE-OFFENSE, Jets

Die Jets haben ihr Gastspiel bei den Vikings 22:27 verloren. Doch woran lag das am Ende? Wir haben da eine gute Idee ...

Die Jets waren sechsmal in der Red Zone und machten daraus nur einen einzigen Touchdown! Die Vikings waren dort 3-3. So wird es schwer, irgendwen in der NFL zu schlagen!

Verlierer: MATT PATRICIA, Offensive Coordinator, Patriots

Die Patriots sind nach ihrem trostlosen 10:24-Auftritt am Donnerstag daheim gegen die Bills auf 6-6 gefallen, was ihren Playoff-Chancen einen herben Dämpfer verpasst hat.

Hauptgrund dafür war einmal mehr die konfuse Offense, die mittlerweile auch die eigenen Spieler nur noch schwer nachvollziehen können. Hauptverantwortlicher dafür ist Play Caller Matt Patricia, der auch in den Augen seines Quarterbacks Mac Jones keinen allzu guten Job macht. Das Bild des Spiels: Ein genervter Jones, der an der Seitenlinie ruft: "Wirf den verdammten Ball!" Mal sehen, wie lange das noch gut geht ...

Verlierer: MARCUS MARIOTA, Quarterback, Falcons

Die knappe Niederlage der Falcons gegen die Steelers war sicherlich zu verhindern. Doch dazu hätte wohl auch etwas mehr von Mariota kommen müssen, der mal wieder mit ungenauen Pässen und einer kritischen Interception am Ende auffiel.

Mehr noch: Er war dieses Mal mit ganzen 17 Yards auf dem Boden nicht mehr die sonst so gefährliche Präsenz im Run Game. So muss man womöglich doch über einen zeitigen Wechsel hin zu Rookie Desmond Ridder nachdenken.

Verlierer: TUA TAGOVAILOA, Quarterback, Dolphins

Tuas Tag fing mit einem Big-Play-Touchdown auf Trent Sherfield beim ersten Snap an - aber gefühlt ging es danach nur noch bergab mit seiner Performance.

Tua brachte nur 18 Bälle an und war ungenau. Er warf 2 Interceptions und nahm 3 Sacks hin. Dass er die sonst so brillanten Leistungen also auch gegen eine Top-Defense bringen kann, muss er diese Saison wohl noch beweisen.

Verlierer: SECONDARY, Los Angeles Rams

Oft waren die Seahawks-Receiver einfach gar nicht gedeckt und konnten frei und ungestört ihre Bälle fangen.

Dass die Rams-Coverage aber auch Catches zuließ, wenn sie in der Nähe des Gegners war, war besonders frustrierend gegen die Seahawks.

Verlierer: TRAVIS KELCE, Tight End, Chiefs

Es passiert sehr selten, aber Kelce war ziemlich abgemeldet gegen die Bengals. Zwei Targets vor der Halbzeit, die zu keinem Catch führten, ist für ihn eine selten schwache Leistung.

Zudem fumbelte er im vierten Viertel eines knappen Spiels, und ermöglichte den Bengals somit den Hattrick gegen die Chiefs.

Werbung
SPOX Fallback Ads, Eigenwerbung
Werbung
SPOX Fallback Ads, Eigenwerbung