Kylian Mbappés Horror-Serie setzt sich fort: Drei Dinge, die bei Österreich gegen Frankreich auffielen

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Frankreich hat sein erstes EM-Spiel gegen Österreich mit 1:0 gewonnen. Red Bull Österreich blieb sich treu, Kylian Mbappés EM-Horror-Serie setzte sich fort, Konrad Laimer und Marcel Sabitzer gaben eine ungewohnte Flügelzange. Drei Dinge, die auffielen.

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Red Bull Österreich bleibt sich gegen Frankreich treu

Dass es mit Frankreich gegen die nominell wohl beste Mannschaft des Turniers ging? Und mit Kylian Mbappé gegen den wohl besten Spieler? Das interessierte die als Geheimfavorit gehandelten Österreicher reichlich wenig. Ralf Rangnicks Mannschaft wich nicht von ihrer gewohnten Spielweise ab. Das ÖFB-Team trat von Beginn an extrem mutig auf, presste phasenweise mit allen Spielern in der gegnerischen Hälfte und schaltete nach Ballgewinn schnell um. Red Bull Österreich, so wie es sich der Teamchef vorstellt.

Was fehlte, waren Großchancen. Die einzige hatte Christoph Baumgartner in Minute 36. Aus österreichischer Sicht tragisch, dass Frankreich ausgerechnet kurz danach durch Maximilian Wöbers Eigentor in Führung ging. Die Österreicher spielten ihr Spiel zwar ziemlich unbeeindruckt weiter, nahe kamen sie dem Ausgleich aber nicht mehr. Dafür vergab Frankreich einige gute Chancen auf das 2:0.

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Kylian Mbappés EM-Horror-Serie setzt sich fort

Zwölf Tore bei großen Turnieren hat Kylian Mbappé in seiner bisherigen Karriere erzielt - aber keines bei einer Europameisterschaft. Bei der EM 2021, als Frankreich im Achtelfinale gegen die Schweiz scheiterte, schloss er 14-mal vergeblich ab. Beim ersten Spiel der EM 2021 gegen Österreich waren es vier Schüsse, die nicht den Weg ins Tor fanden. Seine besten Chancen vergab der Neuzugang von Real Madrid in den Minuten 9 und 55.

Mbappé agierte zwar nominell als Mittelstürmer, ließ sich aber regelmäßig auf links fallen und vereinzelt auch auf rechts. So geschehen beispielsweise in der 38. Minute, als er sich erst mit einem netten Tänzchen gegen Phillipp Mwene durchsetzte und den Ball dann Wöber Eigentor-gerecht servierte. Kurz vor Schluss zog sich Mbappé bei einem Zusammenprall mit Kevin Danso eine blutende Nase zu. Nach einer ersten Behandlung schlich er sich unter einigem Theater wieder auf den Rasen, ehe er doch noch runter musste.

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Laimer und Sabitzer geben eine ungewohnte Flügelzange

Weil Ralf Rangnick sein fünfköpfiges Mittelfeld ausschließlich mit gelernten Zentrumsspielern besetzte, mussten zwei davon zwangsläufig auf die Seiten ausweichen. Es traf die beiden prominentesten: Konrad Laimer vom FC Bayern München kam im 4-2-3-1- über rechts, Borussia Dortmunds Marcel Sabitzer über links. Anders als bei ihren Klubs haben sie diese Rollen im ÖFB-Team in der jüngeren Vergangenheit aber schon bekleidet.

Überhaupt stand in Rangnicks Startelf mit Linksverteidiger Phillipp Mwene nur ein einziger gelernter Flügelspieler. Rechts hinten agierte der gelernte Innenverteidiger Stefan Posch, die Doppelsechs bildeten Nicolas Seiwald und Florian Grillitsch. Mitte der zweiten Halbzeit kam mit Kevin Wimmer ein Rechtsaußen, woraufhin Laimer auf seine angestammte Sechser-Position rückte.

Österreich vs. Frankreich 0:1 (0:1)

Tore0:1 Wöber (38., Eigentor)
Aufstellung ÖsterreichPentz - Posch, Danso, Wöber (59. Trauner), Mwene - Seiwald, Grillitsch (59. Wimmer), Laimer, Baumgartner, Sabitzer - Gregoritsch (59. Arnautovic)
Aufstellung FrankreichMaignan - Koundé, Upamecano, Saliba, Theo - Kanté, Griezmann, Rabiot (71. Camavinga), Dembelé (70. Kolo Muani), Thuram - Mbappé
Gelbe KartenWöber (16.), Mwene (33.), Laimer (84.) - Dembelé (56.), Mbappé (90.)