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Fussball

Real Madrid blamiert sich in der Copa del Rey gegen Alcoyano - Zidane schließt Rücktritt aus

Real Madrid scheidet aus der Copa del Rey aus.

Real Madrid ist sensationell aus dem spanischen Pokal ausgeschieden. Nach Verlängerung verlor das Starensemble von Zinedine Zidane 1:2 beim Drittligisten CD Alcoyano (die Highlights im Video!). Der Trainer schloss einen Rücktritt aus, sagte aber auch: "Was passieren muss, wird passieren."

Real war ohne diverse Führungsspieler wie Sergio Ramos, Dani Carvajal, Thibaut Courtois oder Luka Modric angereist. Zidane ließ zudem zunächst einige weitere Stars auf der Bank und bot stattdessen Reservisten wie Alvaro Odriozola, Vinicius Junior oder Mariano Diaz von Beginn an auf.

Doch selbst als Spieler wie Karim Benzema (67.), Eden Hazard oder auch Toni Kroos (98.) im Laufe der Partie eingewechselt wurden, trat keine Besserung ein. Real präsentierte sich gegen das aufopferungsvoll kämpfende Provinzteam aus Alcoy ideenlos. Und die wenigen Chancen, die sich dem Favoriten auf dem schwierigen Geläuf boten, ließ er kläglich aus.

Real Madrid zuletzt 2009/10 gegen Drittligist ausgeschieden

Einzig Abwehrspieler Eder Militao gelang es kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit, den Ball im Tor des Tabellenvierten der Segunda Division B (Grupo 3) unterzubringen. Jose Solbes Jorda (80.) und Juan Antonio Casanova Vidal (115.) sorgten aber für die Sensation. Umso blambaler für die Zidane-Elf: Zum Zeitpunkt des entscheidenden Gegentores spielte sie in Überzahl, nachdem Ramon Lopez Olivan Gelb-Rot gesehen hatte (110.).

"Meine Spieler haben alles gegeben. Aber wenn du das Tor nicht machst, wirst du bestraft", sagte Zidane nach der historischen Pleite. Zuletzt war der 13-malige Champions-League-Sieger in der Saison 2009/10 gegen einen Drittligisten (AD Alcorcon) aus der Copa del Rey ausgeschieden.

Real Madrid: Zidane schließt Rücktritt nach Pokal-Debakel aus

"Es ist ein harter Moment für uns. Die Verantwortung liegt bei mir", erklärte Zidane, wollte aber nicht das Wort "Blamage" in den Mund nehmen: "Das ist keine Blamage. So ist Fußball. Man kann verlieren, man kann ausscheiden - auch gegen einen solchen Gegner." Man dürfe sich jetzt nicht verrückt machen, sondern müsse sich auf die kommenden Aufgaben in der spanischen Meisterschaft (Platz zwei) und Champions League (Achtelfinale gegen Atalanta Bergamo) fokussieren.

Einen Rücktritt schloss der 47-Jährige (Vertrag bis 2022) aus, sagte aber auch: "Was passieren muss, wird passieren." Die Spekulationen um eine Trennung dürften durch die Pleite gegen Alcoyano gewiss zunehmen. Raul Gonzalez, aktuell für Reals zweite Mannschaft verantwortlich, wird schon länger als Nachfolgekandidat gehandelt. Mit dem kürzlich von Paris Saint-Germain unter Vertrag genommenen Mauricio Pochettino ist eine zuletzt heiß gehandelte Option vom Markt.

Mitte Januar war Real erst überraschend im Halbfinale der Supercopa an Athletic Bilbao gescheitert. "Wir sind auf einem guten Weg", sagte Zidane nach jenem Spiel noch. Am Mittwochabend bewies seine Mannschaft das Gegenteil.

Real Madrid: Die nächsten Pflichtspiele im Überblick

DatumUhrzeitGegnerWettbewerb
23. Januar21.00 UhrDeportivo Alaves (A)LaLiga
30. Januar16.15 UhrUD Levante (H)LaLiga
6. Februar16.15 UhrSD Huesca (A)LaLiga
14. Februarnoch unklarFC Valencia (H)LaLiga
17. Februar19.00 UhrFC Getafe (H)LaLiga
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