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Fussball

Stadionkatastrophe in Indonesien: Thomas Doll "unsagbar traurig"

SID
Thomas Doll

Die Stadionkatastrophe mit mindestens 174 Toten hat den in Indonesien tätigen Trainer Thomas Doll schwer mitgenommen. "Ich bin unsagbar traurig über die Vorfälle", sagte der frühere Nationalspieler, der seit April den elfmaligen Meister Persija Jakarta betreut, der Bild-Zeitung: "Die Verarbeitung wird sicherlich lange brauchen."

Doll gab an, dass er bereits "die ersten Gespräche" mit seinen Spielern über die Tragödie geführt habe: "Sie alle sind verständlicherweise sehr betroffen. Das hat nichts mehr mit Fußball zu tun. Das alles macht schon sehr, sehr nachdenklich."

Mindestens 174 Menschen starben am Samstagabend (Ortszeit) in der Fußballarena in Malang (Provinz Ostjava). Unter den Opfern befinden sich auch Kinder. 180 Personen wurden verletzt. Nach dem 2:3 von Arema FC gegen Persebaya FC hatten nach Polizei-Angaben 3000 Arema-Fans das Spielfeld gestürmt. Dabei seien zwei Polizisten getötet worden. Als Reaktion setzte die Polizei Tränengas ein. Das löste eine Panik aus, wodurch zahlreichen Menschen zu Tode getrampelt wurden.

Doll bereitete sich zum Zeitpunkt des Unglücks mit seinem Team auf die Partie bei Persib Bandung vor. "Wir haben im Mannschaftshotel von den Vorkommnissen in Arema gehört", berichtete der 56-Jährige: "Sofort wurden wir aus Sicherheitsgründen in gepanzerten Polizeiwagen zu unserem in 40 Kilometer abgestellten Team-Bus gefahren und sind unter Polizeischutz nach Jakarta zurückgekehrt. Wir sind alle froh, dass wir nun zu Hause sind."

Wie es nun weitergeht, kann Doll nicht einschätzen: "Die Saison ist verständlicherweise erst mal für unbestimmte Zeit unterbrochen worden."

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