Fussball

Rassismus im Fußball: Taison wehrt sich gegen Beleidigungen - und sieht Rot

SID
Sah wegen eines Mittelfingers gegen Rassisten die Rote Karte: Schachtjor Donetsks Taison.
© imago images

Für seine wütende Reaktion auf rassistische Beleidigungen ist Kapitän Taison vom ukrainischen Fußball-Meister Schachtjor Donezk auch noch mit einem Platzverweis bestraft worden.

Der frühere brasilianische Nationalspieler sah im Punktspiel gegen Dynamo Kiew am Sonntagabend die Rote Karte wegen unsportlichen Verhaltens, nachdem er auf Schmähungen von Kiew-Fans mit einer Mittelfinger-Geste reagiert und den Ball wütend auf die Tribüne geschlagen hatte.

Mit Tränen in den Augen verließ Taison den Platz, Dynamo-Spieler trösteten ihn. Der 1:0-Erfolg von Tabellenführer Schachtjor geriet dadurch in den Hintergrund.

"Rassismus ist eine Schande, wir müssen ihn gemeinsam bekämpfen, jede Minute und jede Sekunde", sagte Donezk-Trainer Luis Castro im Anschluss an die Partie. In einer Erklärung teilte Schachtjor mit, dass der Klub sich "jeder Form von Rassismus kategorisch widersetzt" und fügte hinzu: "Nichts kann rechtfertigen, Menschen wegen ihrer Hautfarbe, ihrer Religion oder ihrer politischen Ansichten zu beleidigen."

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