Fussball

3. Liga bleibt ein Verlustgeschäft: Rekordverlust trotz Rekordumsatz

SID
Die 3. Liga verzeichnete in der vergangenen Spielzeit einen Umsatzrekord.
© getty

Die 3. Liga bleibt weiter das finanzielle Sorgenkind des deutschen Profifußballs. Trotz eines Umsatzrekords in der vergangenen Spielzeit in Höhe von 185,6 Millionen Euro verzeichneten die 20 Klubs mit einem durchschnittlich Minus von 1,5 Millionen Euro pro Verein einen Rekordverlust. Zum neunten Mal in elf Jahren machten die Klubs in ihrer Gesamtheit Miese. Das geht aus der am Mittwoch veröffentlichten Bilanz des Deutschen Fußball-Bundes hervor.

Obwohl der Umsatz um rund 30 Millionen Euro gesteigert werden konnte, beendeten nur sieben Vereine die Spielzeit mit einem Plus. Dagegen schrieben 13 Klubs rote Zahlen. Das negative Eigenkapital belief sich zum Stichtag am 31. Dezember 2018 auf 15,6 Millionen Euro. Das bedeutet ein durchschnittliches Minus von 781.000 Euro pro Klub. Die Verbindlichkeiten betragen insgesamt 113,3 Millionen - das entspricht im Schnitt 6,7 Millionen Euro pro Verein.

Schuld an den negativen Zahlen sind in erster Linie die Ausgaben, die um rund 30 Prozent auf 216,3 Millionen Euro gestiegen sind. Der durchschnittliche Gesamtaufwand pro Klub liegt erstmals über zehn Millionen Euro. Mit mehr als 75 Millionen Euro machen die Gehälter der Profis und der Trainer den größten Einzelposten aus. Sie sind um rund 450.000 Euro pro Klub angewachsen und liegen nunmehr durchschnittlich bei 3,8 Millionen Euro pro Verein. Ein Spieler verdient im Schnitt rund 120.000 Euro pro Jahr.

Mit Blick auf die Zuschauerzahlen konnte die 3. Liga einen Rekord aufstellen. Erstmal kamen mehr als drei Millionen Besucher in die Stadien, exakt waren es 3,09 Millionen. Damit lag die durchschnittliche Zuschauerzahl bei 8132 pro Begegnung. Die bisherige Bestmarke aus der Saison 2015/2016 (7071) wurde um mehr als 1000 Zuschauer pro Spiel übertroffen. Großen Anteil daran hatten die aus der 2. Liga abgestiegenen 1. FC Kaiserslautern (21.315) und Eintracht Braunschweig (18.047).

Die Einschaltquote pro Livespiel (Free-TV und Pay-TV) kletterte von rund 234.000 Zuschauern in der Saison 2017/2018 auf knapp 300.000. Pro Spieltag verfolgten im Schnitt fast eine Million Interessierte das Livegeschehen an den Bildschirmen - ebenfalls eine Bestmarke. Am häufigsten berichtet wurde über Kaiserslautern (177:26 Stunden).

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