Fussball

Deutsches Fußballmuseum sagt Hall-of-Fame-Gala für Kahn und Klinsmann ab

Von SPOX/sid
Oliver Kahn ist seit 1. Januar Sportvorstand des FC Bayern.

Auch das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund ist von der Corona-Pandemie betroffen. Die Ausstellung wurde bis zum 21. April geschlossen, zudem wurde die Hall-of-Fame-Gala abgesagt, bei der unter anderem Oliver Kahn und Jürgen Klinsmann in die Ruhmeshalle aufgenommen werden sollten.

Die Zeremonie war kurz vor der EM angesetzt, die aber vom Sommer 2020 bereits ins Jahr 2021 verschoben worden war. Die 40-köpfige Kernbelegschaft des Museums wurde in Kurzarbeit geschickt.

Bei der Gala sollten neben Kahn und Klinsmann auch Wolfgang Overath, Hans-Jürgen "Dixie" Dörner und Helmut Schön mit der Aufnahme in die Hall of Fame für ihr Lebenswerk ausgezeichnet werden. Dies soll nun 2021 nachgeholt werden.

Das vorübergehende Ende der Ausstellung ist für Manuel Neukirchner ein herber Einschnitt. Das ist der "worst case", sagte der Geschäftsführer des Museums der Sport Bild. Der wöchentliche Verlust betrage 40.000 Euro, jährlich würden über die Tickets 1,8 Millionen Euro generiert.

Deutsches Fußballmuseum: Jährlich über 200.000 Besucher

Neukirchner hoffe, dass nach dem 21. April eine Rückkehr zur Normalität möglich ist: "Ich könnte mir vorstellen - und das ist jetzt nur ein Gefühl - dass es dann stufenweise erfolgt. Dass man nicht auf hundert Prozent hochfährt, sondern dann erst einmal mit reduzierten Besucherzahlen rechnen darf, teilte er der dpa mit.

Verluste teilen sich der DFB und die Stadt Dortmund als Gesellschafter bis 500.000 Euro jährlich. Was darüber hinaus geht, trägt sie die Stadt allein. Ab 200.000 Besuchern pro Jahr arbeitet das Museum kostendeckend. Diese Marke wurde seit der Eröffnung 2015 immer übertroffen.

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