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Fussball

DFB-Frauen: Finale des Algarve Cups wegen Coronavirus abgesagt

SID
Das Finale des Algarve Cups wurde wegen des Coronavirus abgesagt.
© getty

Das Finale des Algarve Cups ist wegen des Coronavirus abgesagt worden. Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg bedauert die Entscheidung, zeigt aber Verständnis.

Die taktischen Vorbereitungen waren abgeschlossen, die Vorfreude auf das Finale nach dem Abschlusstraining groß: Doch das sich ausbreitende Coronavirus hat den deutschen Fußballerinnen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Keine 24 Stunden vor dem Endspiel des Algarve Cups am Mittwoch im portugiesischen Parchal gegen Italien wurde die Begegnung abgesagt.

Der italienische Verband teilte am Dienstagabend mit, dass aufgrund der verschärften Einreisebedingungen in Italien eine Abreise am Mittwochvormittag notwendig sei. "Wir hätten gerne das Finale gespielt, akzeptieren aber selbstverständlich die Entscheidung der Italienerinnen. Wir erleben gerade herausfordernde Zeiten und müssen alle zusammenstehen, um diese schwierige Phase zu bewältigen", sagte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg.

Dabei war wenige Stunden zuvor noch alles in Ordnung. "Ich sehe das mit den Italienerinnen jetzt entspannter als noch in der letzten Woche. Die Mannschaft ist ja seit über einer Woche nicht mehr im Risikogebiet", sagte Teamarzt Bernd Lasarzewski.

Portugal: Auch 1. und 2. Liga finden ohne Zuschauer statt

Verdachtsfälle in den teilnehmenden Teams wurden nach Angaben des Mediziners nicht gemeldet. Zudem waren italienische Spielerinnen, die in der arg gebeutelten Heimat mit Infizierten in Kontakt gestanden haben könnten, gar nicht erst mit nach Portugal gereist. Der portugiesischen Verband FPF hatte allerdings bereits festgelegt, dass das Finale wie die Spiele der ersten beiden Ligen sicherheitshalber ohne Zuschauer stattfinden sollte.

Dazu kommt es nun nicht mehr. Die deutschen Spielerinnen, die am Wochenende in ihren Vereinen im Einsatz sind, treten bereits am Mittwoch die Heimreise an. Die restlichen Spielerinnen absolvieren am Mittwoch noch eine Trainingseinheit und fliegen am Donnerstag zurück. Die Frauen-Bundesliga hat keinen Spieltag am Wochenende.

"Es ist ein würdiges Finale", hatte Voss-Tecklenburg zuvor erklärt. Nach den Siegen gegen Schweden (1:0) und mit der B-Startelf gegen Norwegen (4:0) sollte das deutsche Turnier-Motto "Festigen, Testen, Gewinnen" zu Ende gebracht werden, wie Alexandra Popp versicherte.

Die Kapitänin ist schwer angetan von den jungen Wilden im Team, die einerseits "Leichtigkeit auf den Platz bringen", andererseits auch "die Konkurrenz im Kader verschärfen". Genau diese Mischung kann der zweimalige Welt- und achtmalige Europameister nach der verpassten Olympia-Qualifikation auf dem Weg zur EM im nächsten Jahr in England gut gebrauchen. Beim Finale kann das Team diese Mischung nicht mehr zeigen.

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