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Fussball

Bayer Leverkusen - Hertha BSC 0:0: Dominante Werkself stolpert über passive Berliner

SID
Bayer Leverkusen hat einen Sieg gegen Hertha BSC verpasst.

Nach fünf Spielen ist die Siegesserie gerissen. Bayer Leverkusen hat durch ein 0:0 gegen Hertha BSC den Sprung auf Platz zwei in der Bundesliga verpasst (hier gibt es die Highlights im Video).

Lars Bender sank auf die Knie und schlug die Hände vors Gesicht. In der Nachspielzeit hatte der Abwehrchef von Bayer Leverkusen mit einem Kopfball nur um Zentimeter das Siegtor verpasst. So riss mit einer zähen Nullnummer bei null Grad gegen Hertha BSC die Siegesserie - und die Werkself verpasste den Sprung auf Platz zwei.

"Da hat der Lucky Punch gefehlt", stellte Bayer-Sportdirektor Simon Rolfes bei Sky fest. Nach fünf Dreiern in Folge musste sich die Mannschaft von Trainer Peter Bosz mit einem Remis begnügen, blieb aber auch nach neun Spieltagen ungeschlagen und zog an Borussia Dortmund vorbei auf Rang drei, das am Samstag überraschend 1:2 gegen den 1. FC Köln verloren hatte.

"Wir haben das Spiel kontrolliert und dominiert", befand Rolfes: "Das Einzige, was wir nicht hinbekommen haben, war, im letzten Drittel richtige Entscheidungen zu treffen, vielleicht auch weil die Frische fehlte."

Die ambitionierte Hertha bleibt 13. und hinkt ihren eigenen Ansprüchen weiter hinterher. "Zu null, das nehmen wir sehr gerne mit, das war sehr wichtig", sagte Berlins Sportchef Arne Friedrich nach 18 Gegentreffern in den ersten acht Partien: "Nach vorne waren wir leider nicht durchschlagskräftig. Aber hier einen Punkt mitzunehmen ist okay."

Bayer Leverkusen mit Problemen in der Anfangsphase

Bosz musste kurzfristig auf gleich drei Stammkräfte verzichten. Torjäger Lucas Alario (leichte Knieprobleme), Karim Bellarabi (Oberschenkelprobleme) und Nadiem Amiri (krank) standen nicht zur Verfügung. Zurück in die Startelf kehrte Verteidiger Lars Bender, der beim 4:1-Sieg in der Europa League gegen den israelischen Pokalsieger Hapoel Be'er Sheva am Donnerstag wegen eines Pferdekusses ausgefallen war. Hertha-Coach Bruno Labbadia vertraute der Elf der Vorwoche, die Borussia Dortmund 2:5 unterlegen war.

Hertha hatte zu Beginn leichte Vorteile und zwei Torannäherungen durch Dodi Lukebakio (8./12.), mit denen Bayer-Torhüter Lukas Hradecky keine Probleme hatte. Leverkusen wurde erst nach knapp 20 Minuten besser, ohne dabei Gefahr auszustrahlen. Das lag auch daran, weil das 4-4-2 der Hauptstädter sehr gut harmonierte und die Räume eng machte.

Bayer versuchte es wie schon gegen Be'er Sheva immer wieder über die rechte Außenbahn. Dort gelang es Jungstar Florian Wirtz und Moussa Diaby aber nicht, dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. Bis zum ersten nennenswerten Torschuss der Werkself dauerte es 31 Minuten. Mit dem abgefälschten Ball von Wirtz hatte Hertha-Schlussmann Alexander Schwolow keine Probleme.

Hertha passiv - Leverkusen ohne zwingende Abschlüsse

Fordernder war ein wuchtiger Vollspannschuss aus der Distanz von Kerem Demirbay wenige Augenblicke später, den der Ex-Freiburger glänzend über das Tor lenkte.

Gegen eine weiterhin gut sortierte Hertha-Defensive blieben Fernschüsse in der Folge Bayers erste Wahl. Leon Baileys (34.) und Benders (39.) Versuche blieben jedoch jeweils harmlos.

Nach der Pause tat sich weiter wenig: Bayer fand bei Temperaturen um den Gefrierpunkt keine Mittel, Hertha verteidigte weiter stark. So blieben zwei knapp verzogene Freistöße von Demirbay (55./67.) die einzigen Hingucker.

Bayer Leverkusen - Hertha BSC: Die Aufstellungen

Leverkusen: Hradecky - Lars Bender, Tah, Dragovic (74. Jedvaj), Sinkgraven - Baumgartlinger - Wirtz, Demirbay - Bailey, Schick, Diaby.

Berlin: Schwolow - Pekarik, Boyata, Alderete (75. Dardei), Plattenhardt - Stark, Guendouzi - Darida, Cunha - Lukebakio (70. Ngankam), Piatek (70. Leckie).

Bayer Leverkusen - Hertha BSC: Die Stimmen der Trainer

Peter Bosz (Trainer Bayer Leverkusen): "Das Ergebnis geht in Ordnung. Wenn man das Spiel gesehen hat, war nicht viel mehr drin. Ich kann den Jungs keine Vorwürfe machen. Wir haben es versucht, aber es hat heute einfach nicht gereicht. In der Vergangenheit haben wir solche Spiele verloren."

Bruno Labbadia (Trainer Hertha BSC): "Das ist ein leistungsgerechtes Unentschieden. Wir haben gegen eine der formstärksten Mannschaften der Liga gespielt. Wir haben wenig zugelassen. Aber wir haben aus den Ballgewinnen, die wir hatten, zu wenig gemacht. Die letzte Durchschlagskraft war unser Manko."

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