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Fussball

Borussia Dortmund - Sport-Club Freiburg 4:0: Vorlage Reyna, Tor Haaland - die BVB-Spaßformel

Dortmund traf am 3. Spieltag auf Freiburg.

Borussia Dortmund ist wieder in der Spur. Nach den Niederlagen gegen Augsburg und im Supercup gegen den FC Bayern überzeugen in der Mannschaft um Trainer Lucien Favre gegen den SC Freiburg (die Highlights im Video) vor allem Reyna, Reus und Doppeltorschütze Haaland.

30 Minuten lang tat sich der BVB im Dortmunder Dauerregen richtig schwer gegen den SC Freiburg, doch als sich unter den 11.500 Zuschauern im Westfalenstadion - deutscher Zuschauerrekord in Coronazeiten - schon der erste Unmut regte, traf Erling Haaland nach einem schönen Ballgewinn von Marco Reus und nach Vorlage von Giovanni Reyna zum 1:0 (31.).

Für den SC Freiburg rächte sich der totale Fokus auf die Defensive, der BVB drehte nach dem Führungstreffer auf und kam durch Emre Can (47.) und erneut Haaland (66.) zum 3:0. Giovanni Reyna avancierte mit drei Torvorlagen zum Assist-König. In der Nachspielzeit kam Felix Passlack nach einem Konter zu seinem Debüttor in der Bundesliga. Haaland dazu: "Felix stand einfach besser, also habe ich ihn bedient. Das ist normal für mich." Über seine beinahe irreal gute Torquote - Haaland schaffte in seinem 18. Bundesligaspiel seine Tore 16 und 17 - sagte er lapidar: "Das hört sich ganz gut sein. Es hätten noch ein paar Tore mehr sein können, aber 17 Tore sind ok."

BVB - SC Freiburg: Die Stimmen zum Spiel:

Marco Reus (BVB) bei Sky: "Er [Haaland, die Red.] ist unser Mittelstürmer, dafür wird er bezahlt. Aber er ist schon eiskalt. Er wird immer seine Tore machen, egal wie gut oder schlecht er im Spiel drin ist."

Christian Günter (Freiburg) bei Sky: "Es gibt einige solche Viecher, aber er [Haaland, die Red.] ist schon eine Drecksau vor dem Tor. Die erste große Chance ist bei ihm halt drin."

Lucien Favre (Trainer BVB): "Es war am Anfang sehr schwierig. Ihr Pressing war sehr aggressiv. Dann wurde es besser für uns, wir konnten mehr spielen. Das 2:0 hätten wir schon vor der Pause machen können. Dass es dann direkt nach der Halbzeit fiel, war perfekt."

Christian Streich (Trainer Freiburg): "Dreißig Minuten lang waren wir sehr gut gegen den Ball. Wir wollten sehr mutig sein und hoch angreifen. Das haben wir getan. Dann verlieren wir den Ball vor dem 1:0 - dadurch hatte Dortmund Oberwasser. Dabei waren die Fans schon unruhig geworden. Mit dem Ball waren wir über das gesamte Spiel nicht präzise genug."

BVB - SC Freiburg: Die Analyse:

Der BVB hatte wie schon in der Anfangsphase in München von Beginn an mehr Ballbesitz und versuchte wieder vorwiegend im Mittelfeld zu pressen. Doch die Freiburger machten die Räume eng, bewegten sich klug gegen den Ball und erstickten die Dortmunder Angriffsbemühungen schon im Keim.

Freiburgs Trainer Christian Streich hatte ein wenig Dortmunds Grundordnung gespiegelt und seine Elf im 3-4-3 mit dem 10-Millionen-Euro-Neuzugang Baptiste Santamaria im zentralen defensiven Mittelfeld formiert.

Der Lohn: Freiburg hatte mit den Dortmundern in den ersten 15 Minuten weniger Mühe als Meister Bayern München in der gleichen Periode am Mittwoch beim Supercup.

BVB - SC Freiburg: Erster Torschuss in der 28. Minute

Die Zuschauer bekamen so lange alles andere als ein Highlight-Spiel zu sehen. Nach 25 Minuten begannen die Fans, bei jeder Freiburger Ballbesitzphase laut zu pfeifen. Nervös machen konnten sie die Badener so nicht - und die Dortmunder fühlten sich dadurch zunächst auch nicht so recht zum aggressiveren Pressen animiert.

Zur Initialzündung geriet dafür dann die erste - eher zufällige Ballannäherung der Dortmunder: Santamaria verlor für einen Moment Jude Bellingham aus den Augen, dessen Distanzschuss aus der Drehung flog jedoch über das Tor (28.).

Es folgten bärenstarke zehn Minuten der Dortmunder: Höfler verlor weit in der eigenen Hälfte etwas zu einfach den Zweikampf gegen den in dieser Phase sehr energisch und afgeweckt spielenden Marco Reus, über Giovanni Reyna kam der Ball zu Erling Haaland, der nach einem Laufweg zum verlieben in der Strafraummitte angekommen Haaland-Dinge machte: Das 1:0 in der 31. Minute.

BVB dreht nach 1:0 auf

Bald darauf ließ Reyna zwei Freiburger aussteigen und versuchte es selbst, sein Schuss strich am Pfosten vorbei (33.).

Nun kamen die Chancen im Minutentakt: Guerreiro bediente blitzschnell Reus, der noch schneller Haaland, dessen überlegter Schuss ebenfalls am rechten Pfosten vorbeistrich (35.). Nach einer Ecke legte Can ab auf Meunier, dessen Distanzschuss wehrte Florian Müller ab, ebenso wie Hummels Nachschuss. (36.)

Der BVB drehte in dieser Phase, in der man sich fragte, ob einem Marco Reus vielleicht doch noch ein bisschen mehr Spaß machte als der wieder unglaublich spielfreidiugen Giovanni Reyna, richtig auf. Die Dortmunder drängten die Freiburger immer weiter nach hinten, wollten unbedingt noch vor der Pause nachlegen.

Das gelang zwar nicht, dafür brauchte es nach der Pause nicht mehr so lang. Ecke Reyna, wuchtiger Kopfball des völlig allein gelassenen Can - 2:0 (47.).

Streich wechselte nun, brachte mit Grifo, Kwon und Höler Spieler mit einem kreativeren Profil.

Reyna glänzt mit drei Assists

Erste Folge der Einwechslungen: Knapp 90 Sekunden auf dem Feld, war Kwon schon wegen eines etwas zu hartem Einsteigens mit Gelb verwarnt.

Zweite Folge: Keven Schlotterbeck verliert recht weit in der eigenen Hälfte etwas zu einfach den Ball an Pressingmonster Reyna, der bediente Haaland, der mit seinem zweiten Treffer des Tages Reyna zum dreifachen Assistgeber machte (66.). Verdienter Lohn für Reyna: Bei seiner Auswechslung für Real-Madrid-Leihgabe Reinier gab es Standing Ovations von den 11.500 Fans.

Somit konnte Reyna aber nicht mehr seine vierte Vorlage nachlegen. Dafür kam Haaland kurz vor Abpfiff noch zu seinem dritten Scorerpunkt des Tages: Mit seinem uneigennützigen Querleger schenkte er dem eingewechselten Felix Passlack seinen Debüttreffer in der Bundesliga.

BVB - SC Freiburg: Die Aufstellungen:

Borussia Dortmund: Hitz - Can, Hummels, Akanji - Meunier (84. Passlack), Witsel, Bellingham (71. Delaney), Guerreiro (84. Schulz)- Reus (71. Brandt), Haaland, Reyna (80. Reinier).

SC Freiburg: Müller - Gulde (55. Schlotterbeck), Lienhart, Heintz - Schmid (84. Kübler), Santamaria, Höfler, Günter - Sallai (55. Grifo), Petersen (55. Kwon). Höler (58. Jeong).

Die Daten des Spiels Borussia Dortmund - Sport-Club Freiburg

  • Tore: 1:0 Haaland (31.), 2:0 Can (47.), 3:0 Haaland (66.), 4:0 Passlack (90.).

  • Erling Haaland erzielte in seinem 18. Bundesligaspiele seine Tore 16 und 17.
  • Borussia Dortmund ist gegen den SC Freiburg seit 19 Spielen ungeschlagen (16 Siege, drei Remis) - gegen keine andere Mannschaft blieb der BVB in der Bundesliga so lange ungeschlagen.

Der Star des Spiels: Giovanni Reyna

Ihm zuzusehen machte schon Spaß, als das Dortmunder Spiel an diesem Nachmittag ansonsten noch überhaupt keine Freude bereitete. Seine Dribblings sind ohnehin eine Augenweide, an diesem Nachmittag schien er zudem immer eine richtige Idee parat zu haben - und noch zwei, drei im Hinterkopf, sollte eine mal nicht aufgehen. Ein Ausbund an Spielfreude und Kreativität. Verdienter Lohn für den wohl besten 17-Jährigen der Liga: Seine drei Assists - und die Standing Ovations der Fans bei seiner Auswechslung.

Der Flop des Spiels: Nicolas Höfler

In einem insgesamt schwachen Freiburger Mittelfeld das schwächste Glied. Der zentrale Mittelfeldspieler führte sich mit dem entscheidenden Ballverlust vorm 0:1 ein und war auch in der Folge weit davon entfernt, ein Balldieb zu sein. Elf verlorene Bälle bis zum Schluss und eine Zweikampfquote von 40 Prozent sind deutlich.

Der Schiedsrichter: Guido Winkmann

Hatte keine Probleme mit dem Spiel, als es noch zäh vor sich hin lief. Hatte keine Probleme mit dem Spiel, als die Dortmunder aufdrehten und auch nicht, als die Partie wieder etwas gemächlicher wurde. Bei den wenigen etwas härteren Aktionen konsequent.

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