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Fussball

VfB Stuttgart - FC Schalke 04 5:1: VfB schießt S04-Rebellen ab

Von SID/SPOX

Die Möchtegern-Rebellen von Schalke 04 stürzen mit wehenden Fahnen dem Bundesliga-Abstieg entgegen. Nach dem angeblichen Spieler-Aufstand gegen Trainer Christian Gross unterlag das abgeschlagene Bundesliga-Schlusslicht auch beim Aufsteiger VfB Stuttgart und gab beim 1:5 (1:3) erneut ein trauriges Bild ab.

"Es ist eine bittere Niederlage", sagte der Schweizer nach dem 1:5 (1:3) des abgeschlagenen Tabellenletzten beim Aufsteiger VfB Stuttgart. Von seiner Mannschaft fühle er sich aber "nicht im Stich gelassen". Ein Weiter so mit Gross, dem vierten Schalke-Coach in dieser Horrorsaison, scheint jedoch schwer vorstellbar.

Kapitän Sead Kolasinac, Rio-Weltmeister Shkodran Mustafi und Rückkehrer Klaas-Jan Huntelaar hatten laut Bild-Zeitung die Ablösung des 66-Jährigen gefordert. Er habe den Spielern gesagt, dass "sie auf mich zukommen müssen und wir das offen und ehrlich ansprechen", berichtete Gross.

Das Grauen in Stuttgart hatte er meist wie zu einer Statue erstarrt in der linken Ecke seiner Coaching-Zone stehend verfolgt, die Hände tief in die Hosentaschen vergraben.

"Wir schätzen den Trainer extrem, hat eine große Autorität", betonte Torhüter Michael Langer bei Sky. "Wenn wir so verteidigen wie heute, dann ist der Trainer die ärmste Sau."

Ähnlich äußerte sich auch Mustafi, der dem Trainerthema auswich: "Jeder muss sich an die eigene Nase fassen. Ich werde bis zum letzten Spiel alles geben. Wenn es nicht klappt mit dem Klassenerhalt, möchte ich mir zumindest nichts nachsagen lassen."

Schalke: "Eine Revolution war da überhaupt nicht"

Doppelpacker Wataru Endo (10./26.), Sturmtank Sasa Kalajdzic (34.) mit seinem elften Saisontor sowie die eingewechselten Philipp Klement (88.) und Daniel Didavi (90.+2) sicherten dem VfB den erst zweiten Heimsieg dieser Spielzeit. Kolasinac konnte nur zwischenzeitlich verkürzen (40.).

Der eingewechselte Nabil Bentaleb vergab die Chance zum 2:3, als er mit einem Foulelfmeter an VfB-Torwart Gregor Kobel scheiterte (72.).

"Eigentlich sollte Amine Harit schießen, aber Nabil hat sich gut gefühlt, deshalb hat Amine ihm den Ball überlassen", klärte Gross auf, mit Blick auf die Standardgegentore ergänzte er: "Wir haben eine gemischte Deckung gewählt, aber die hat überhaupt nicht funktioniert. Es geht darum, dass man Verantwortung übernimmt, insbesondere bei ruhenden Bällen. Aber das war nicht der Fall."

Am Vorabend des Spiels hatten Meldungen über eine angebliche Spielerrevolte gegen den Schweizer die Runde gemacht. Sascha Riether, der Koordinator der Lizenzspielerabteilung, berichtete zwar von Gesprächen nach der 0:4-Klatsche im Derby gegen Dortmund, aber: "Eine Revolution war da überhaupt nicht." Sondern?

"Was genau passiert ist, werde ich nicht sagen", meinte Riether, er erwarte aber eine Spieler-Antwort "auf dem Platz". Daraus wurde nichts.

VfB Stuttgart - Schalke 04: Die Aufstellungen

  • Stuttgart: Kobel - Mavropanos, Anton, Kempf (76. Stenzel) - Endo, Mangala - Wamangituka (86. Coulibaly), Sosa - Förster (62. Didavi), Castro (62. Klement) - Kalajdzic (86. Al Ghaddioui). - Trainer: Matarazzo
  • Schalke: Langer - Becker, Mustafi, Thiaw, Kolasinac - Mascarell (56. Bentaleb) - Serdar, Stambouli (83. Oczipka) - William (56. Schöpf), Hoppe (73. Raman), Harit. - Trainer: Gross
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