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Fussball

FC Bayern München - SC Freiburg 2:1: Negativtrend gestoppt! Verbesserter FCB beendet Freiburgs Siegesszug

Torschützen unter sich: Thomas Müller und Robert Lewandowski.

Der FC Bayern München hat am 16. Spieltag der Bundesliga nach zwei Pflichtspielniederlagen in Folge gegen Borussia Mönchengladbach (Bundesliga) und Holstein Kiel (DFB-Pokal) in die Erfolgsspur zurückgefunden. Gegen den SC Freiburg gewann die verbesserte Mannschaft von Trainer Hansi Flick mit 2:1 (1:0).

Wegen der Patzer der Verfolger baute der amtierende Meister seinen Vorsprung an der Tabellenspitze auf vier Punkte aus und ist somit vorzeitig Hinrundenmeister. Freiburg verlor nach fünf Bundesligasiegen in Folge erstmals wieder.

"Wir hatten keine einfache Phase. Es war wichtig zu zeigen, dass wir gewinnen wollen, das Gefühl hatte ich von Anfang an", sagte Bayern-Trainer Hansi Flick. "Wir sind in die Zweikämpfe gegangen, haben nach vorne mutig gespielt, hätten aber das 2:0 oder 3:0 machen können. Am Ende hatten wir ein bisschen Glück. Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis und auch damit, wie die Mannschaft gespielt hat."

Die Treffer für den FC Bayern schossen Robert Lewandowski (7.) und Thomas Müller (75). Zwischenzeitlich hatte der eingewechselte Nils Petersen für Freiburg ausgeglichen (62.), in der Nachspielzeit scheiterte er an der Unterkante der Latte.

"Wir hatten viele Torchancen gehabt. Am Ende haben wir verdient die drei Punkte geholt, die aufgrund der anderen Ergebnisse sehr wichtig waren", sagte Leon Goretzka. Jerome Boateng ergänzte: "Es war ein Arbeitssieg. Von der Spielweise können wir uns steigern. Es ist klar, dass nicht alles von alleine geht. Am Ende haben wir gezittert."

Serge Gnabry musste beim FC Bayern wegen einer Oberschenkelverletzung in der ersten Halbzeit ausgewechselt werden. "Die Verletzung ist nicht schwer, es hat nur der Muskel zugemacht", sagte Flick.

FC Bayern - SC Freiburg: Die Stimmen

Hansi Flick (Trainer FC Bayern): "Wir hatten keine einfache Phase. Es war wichtig zu zeigen, dass wir gewinnen wollen, das Gefühl hatte ich von Anfang an. Wir sind in die Zweikämpfe gegangen, haben nach vorne mutig gespielt, hätten aber das 2:0 oder 3:0 machen können. Am Ende hatten wir ein bisschen Glück, Manu (Neuer) hatte die Finger nochmal dran. Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis und auch damit, wie die Mannschaft gespielt hat. Jetzt müssen wir diesen Weg in Augsburg und Schalke weiter beschreiten."

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Es ist äußerst unglücklich losgegangen mit der Verletzung von Baptiste Santamaria, was uns auch durcheinander gebracht hat. Dann kam gleich das Gegentor. Danach haben wir ganz ordentlich Fußball gespielt. Wir haben alles getan, mit den Wechseln in der Offensive war noch mal richtig Power drin. Ein 2:2 wäre nicht unverdient gewesen, aber das ist der Bayern-Sieg auch nicht."

FC Bayern München - SC Freiburg: Die Analyse

Flick änderte seine Startelf im Vergleich zum Aus im DFB-Pokal in Kiel auf sechs Positionen, unter anderem kehrten die zuletzt angeschlagenen Goretzka und Coman zurück. Abgesehen von Thiago startete die Stammelf aus der vergangenen Triple-Saison.

Das Spiel begann bei permanentem Schneefall mit mehreren Aufregern: Bereits in der 5. Minute musste Freiburg verletzungsbedingt wechseln, für Santamaria kam Abrashi. Nur zwei Minuten später erzielte Lewandowski das 1:0. kurz davor und danach forderte der FC Bayern Handelfmeter - Schiedsrichter Dingert ließ aber jeweils vertretbarerweise weiterspielen.

Anschließend entwickelte sich auch dank mutiger Freiburger ein ordentliches Fußballspiel mit Chancen auf beiden Seiten, aber klaren Feldvorteilen für den FC Bayern. Dieser zeigte sich nach zuletzt enttäuschenden Auftritten mannschaftlich verbessert, spielte bei eigenem Ballbesitz kombinationssicherer und zielstrebiger und verteidigte trotz einer gewohnt hochstehenden Viererkette konzentrierter.

In weitere Treffer münzte der FC Bayern die Dominanz zunächst aber nicht um. Gnabry vergab zwei gute Schusschancen (16. und 25.), ehe er in der 28. angeschlagen für Sane ausgewechselt werden musste. Anfang der zweiten Halbzeit folgte der dritte verletzungsbedingte Wechsel des Spiels, diesmal hatte es den bei Freiburg selbst erst eingewechselten Abrashi erwischt (55.).

Der FC Bayern drängte unterdessen vergeblich auf das 2:0. Am knappsten scheiterte Lewandowski, der in der 59. nur die Latte traf. Wie aus dem Nichts kam Freiburg nach einem Eckball durch den erst 30 Sekunden zuvor eingewechselten Petersen zum Ausgleich. Der FC Bayern griff in der Folge wütend an und belohnte sich verdientermaßen durch Müllers 2:1. Beinahe wäre Freiburg in der Nachspielzeit zum erneuten Ausgleich gekommen, doch Petersen scheiterte an der Unterkante der Latte.

FC Bayern München - SC Freiburg: Die Aufstellungen

FC Bayern: Neuer - Pavard, Jerome Boateng, Alaba, Davies - Kimmich (75. Tolisso), Goretzka (86. Martinez) - Gnabry (28. Leroy Sane), Thomas Müller (87. Choupo-Moting), Coman (75. Musiala) - Lewandowski. - Trainer: Flick

Freiburg: Florian Müller - Lienhart, Schlotterbeck, Gulde - Santamaria (5. Abrashi, 54. Haberer), Höfler - Kübler (61. Tempelmann), Günter - Sallai (62. Höler), Demirovic (61. Petersen), Grifo. - Trainer: Streich

Die Daten des Spiels FC Bayern München gegen SC Freiburg

  • Tore: 1:0 Lewandowski (7.), 1:1 Petersen (62.), 2:1 Müller (74.)

  • Lewandowski erzielt bereits am 16. Spieltag sein 21. Bundesligator und stellte damit einen neuen Rekord für die meisten Tore in einer Hinrunde auf, zuvor gehalten von Gerd Müller 1968/69 (20).
  • Erstmals seit dem 3:1-Sieg am 9. Spieltag ging der FC Bayern mit einer Führung in die Pause.
  • Auch im elften Bundesligaspiel in Folge kassierte der FC Bayern mindestens ein Gegentor. Letztmals warteten die Münchner im Herbst 2000 (zwölf Spiele) so lange auf eine Weiße Weste.
  • Die 25 Schüsse des FC Bayern sind in dieser Saison Höchstwert für die Münchner und dritthöchster Wert insgesamt in dieser Saison.

Der Star des Spiels: Thomas Müller (FC Bayern)

Müller hatte an beiden Treffern des FC Bayern entscheidenden Anteil: Das 1:0 bereitete er stark vor, das 2:1 machte er selbst. Ansonsten mit einigen guten Laufwegen sowie Pässen und mit noch mehr lautstarken Kommandos, die zuletzt nicht mehr ganz so oft wie einst zu hören gewesen waren.

Der Flop des Spiels: Ermedin Demirovic (SC Freiburg)

Die Freiburger Solospitze nahm überhaupt nicht am Spiel teil, berührte den Ball nur 19 Mal und spielte lediglich acht Pässe. In der 61. wechselte ihn Streich für Petersen aus, der eine Minute später zum Ausgleich traf.

Der Schiedsrichter: Christian Dingert

Souveräner Auftritt von Dingert. Bei den Handspielen der Freiburger Gulde (5., nach Studium der Videobilder an der Seitenlinie) und Abrashi (10.) im eigenen Strafraum ließ er weiterspielen, was jeweils vertretbar war.

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