Fussball

FC Augsburg - FC Bayern München 2:2: FCB verspielt Sieg in der Nachspielzeit

Augsburg Finnbogason trifft in der Nachspielzeit für Augsburg gegen den FC Bayern.

Der FC Bayern München hat in der Bundesliga zum zweiten Mal in Folge gepatzt. Beim FC Augsburg lag die Mannschaft von Trainer Niko Kovac lange in Führung, ehe Alfred Finnbogason in der Nachspielzeit das 2:2 (1:1) erzielte. Außerdem zog sich Niklas Süle wohl eine schwere Knieverletzung zu.

"Wir sind zu fahrlässig mit unseren Chancen umgegangen und haben es am Ende vergeigt. Wir sind selbst schuld, das darf uns einfach nicht passieren", sagte Gnabry, der mit einem Tor und einer Vorlage einmal mehr beste Mann aufseiten des Rekordmeisters, bei Sky.

Auch Kovac haderte mit der Chancenverwertung. Man habe insgesamt aber "ein gutes Spiel gemacht", sagte der Münchner Chefcoach. "Die schlimmste Nachricht" an diesem Nachmittag sei jedoch die Verletzung von Süle, der sich in der 12. Minute ohne Gegnereinwirkung am linken Knie verletzt hatte. "Wir haben ein sehr schlechtes Gefühl", sagte Kovac.

FC Augsburg - FC Bayern: Die Stimmen zum Spiel

Niko Kovac (Trainer FC Bayern): "Das gute Spiel geht durch das 2:2 unter. Wir haben den Gegner laufen lassen von links nach rechts. Hatten 80 Prozent Ballbesitz, hatten mindestens fünf klare Chancen."

Manuel Neuer (FC Bayern): "Das war zu lässig, nicht Bayern-like."

FC Augsburg - FC Bayern: Die Analyse

Kovac änderte seine Startelf nach der 1:2-Niederlage gegen Hoffenheim und der darauffolgenden Länderspielpause auf zwei Positionen: Statt Tolisso und Boateng begannen Martinez und Hernandez. Für Martinez war es der erste Startelfeinsatz in dieser Saison. Müller saß dagegen zum sechsten Mal in Folge zunächst nur auf der Bank - von wo aus er eine wilde Anfangsphase sah.

Bereits nach 30 Sekunden brachte Richter Augsburg nach Unachtsamkeiten von Süle und Pavard in Führung. Es war das schnellste Tor der bisherigen Bundesligasaison. Kurz darauf musste Süle runter. Für ihn kam Alaba, Hernandez rutschte von links hinten in die Mitte. Zwei Minuten später verwandelte Lewandowski eine Gnabry-Flanke per Kopf zum Ausgleich.

In der Folge beruhigte sich das Spiel und der FC Bayern übernahm allmählich die Kontrolle, ohne sich jedoch gute Chancen herauszuspielen. Von Coutinho kamen gar keine Akzente. Augsburg versuchte immer wieder schnell zu kontern, tat das aber zu ungenau. Gefährlich wurde es erst wieder in der 39., als der aktivste Bayern-Spieler Gnabry am linken Pfosten scheiterte. Kurz darauf klärte Jedvaj einen Thiago-Schuss auf der Linie.

Kurz nach der Pause besorgte Gnabry die Führung für den FC Bayern (49.) und läutete damit eine Druckphase seiner Mannschaft ein. Countinho, Coman und Lewandowski vergaben Chancen auf weitere Tore. Augsburg kam kaum mehr an den Ball und flüchtete sich mit zunehmender Spieldauer in Frustfouls.

Die Fans des FC Bayern bedachten unterdessen Müller mit Sprechchören. In der 80. brachte ihn Kovac, kurz darauf kam auch noch Goretzka, der sein Comeback nach überstandener Verletzung feierte. Kurz vor Schluss hatte Augsburg durch Max eine gute Chance auf den Ausgleich, die Neuer vereitelte (89.) - ehe der eingewechselte Finnbogason in der 90.+1 den Ausgleich erzielte.

Die Daten des Spiels FC Augsburg - FC Bayern

  • Tore: 1:0 Richter (1.), 1:1 Lewandowski (14.), 1:2 Gnabry (49.), 2:2 Finnbogason (90.+1)
  • Schon im Februar lag der FC Bayern in Augsburg in der 1. Minute zurück (Eigentor durch Goretzka), damals nach 13 Sekunden. Am Ende gewann der FC Bayern mit 3:2.
  • Der FC Bayern blieb nur in drei der zwölf Pflichtspiele dieser Saison ohne Gegentor.
  • Lewandowski traf erstmals im deutschen Profifußball in elf Pflichtspielen in Folge und baute damit seine persönliche Bestleistung aus. Er traf in jedem Pflichtspiel dieser Saison.

Der Star des Spiels: Serge Gnabry (FC Bayern)

Der aktivste und gefährlichste Bayern Spieler. Gnabry bereitet den Ausgleich von Lewandowski mit einer starken Flanke vor, besorgte den zwischenzeitlichen Führungstreffer selbst und scheiterte zwischendurch mit einem Schuss am Aluminium. Insgesamt war er an zehn Torschüssen direkt beteiligt.

Der Flop des Spiels: Reece Oxford (FC Augsburg)

Der Sechser im Augsburger 4-1-4-1-System bekam zu keinem Zeitpunkt Zugriff aufs Spiel. In der 63. musste er nach 14 Ballaktionen, sieben Pässen und keiner Torschussbeteiligung für Jensen weichen.

Der Schiedsrichter: Daniel Siebert

Beide Mannschaften gingen von Beginn an kompromisslos in die Zweikämpfe. Siebert hatte dementsprechend viel zu tun, machte es aber souverän. Nennenswerte Fehler leistete er sich nicht.

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