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Fussball

FC Bayern - VfL Wolfsburg 2:0: Wieder Zirkzee! FCB feiert späten Sieg zum Jahresende

Bayern hat gegen Wolfsburg gewonnen.

Der FC Bayern hat die Bundesliga-Hinrunde mit einem Erfolgserlebnis abgeschlossen. Am 17. Spieltag setzte sich der Rekordmeister nach zwei späten Treffern durch den eingewechselten Joshua Zirkzee und Serge Gnabry mit 2:0 (0:0) gegen den VfL Wolfsburg durch und verteidigte Platz drei.

"Solche Geschichten schreibt nur der Fußball", sagte Thomas Müller nach dem Abpfiff über den 18-jährigen Edeljoker Zirkzee, der in seinem zweiten Bundesliga-Spiel sein zweites Tor erzielte. "Wir sind sehr dankbar, dass der Junge reinkommt und sofort trifft. Den haben wir heute und ja auch schon am Mittwoch in Freiburg definitiv gebraucht."

Kapitän Manuel Neuer sprach bei der Weihnachtszeremonie mit den Fans indes von einem "Sieg des Willens" gegen ein starkes Wolfsburger Team, das über die gesamten 90 Minuten hinweg vergleichsweise wenig Schüsse aufs eigene Tor zuließ. "Jetzt", versprach Neuer den Zuschauern, "sind wir heiß auf die Rückrunde, in der wir national, aber auch international wieder Erfolge feiern möchten."

Dies wird wohl mit Trainer Hansi Flick geschehen, der mit großer Wahrscheinlichkeit bis zum Saisonende beim FCB an der Seitenlinie stehen wird. "Es spricht absolut nichts dagegen", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge diesbezüglich bei Sky.

"Wir sind mit der Entwicklung der Mannschaft, der Spielqualität sehr zufrieden. Die Ergebnisse sind auch sehr gut. Er macht einen guten Job", betonte Rummenigge, der ein abschließendes Gespräch mit Flick für Sonntag ankündigte. Auch Sportdirektor Hasan Salihamidzic erklärte: "Es liegt auf der Hand, dass wir sehr zufrieden mit Hansi sind."

Flick dagegen hielt sich mit einer Prognose noch zurück. "Wir werden Sonntag die Zeit finden, uns zusammenzusetzen. Ich bin nicht auf dem Sprung, ich habe Sonntag noch Zeit, und dann werden wir sehen, wie es weitergeht", sagte der 54-Jährige.

FC Bayern - VfL Wolfsburg: Die Analyse

Neben den verletzten Goretzka, Tolisso und Cuisance musste Bayern-Coach Flick in Thiago, der sich beim Last-Minute-Sieg in Freiburg seine fünfte Gelbe Karte abgeholt hatte, einen weiteren Mittelfeldspieler gegen die Wölfe entbehren.

Martinez rutschte für seinen spanischen Landsmann in die Startelf, orientierte sich aber neben Alaba in die Innenverteidigung. Dafür begann Pavard hinten rechts, wodurch Kimmich im 4-3-3 die alleinige Sechs hinter den mal mehr, mal weniger rochierenden Achtern Müller und Coutinho gab. Vorne wirbelten wie gewohnt Lewandowski, Gnabry und Perisic.

Letzterer hatte auch die erste Großchance der Partie. Nach einer Flanke von Müller scheiterte der Kroate per Kopf am glänzend reagierenden Wolfsburger Schlussmann Casteels (12.). Doch auch die Gäste, bei denen der angeschlagene Top-Torjäger Weghorst (Fieber) nur auf der Bank Platz nahm, versteckten sich keineswegs und kamen durch Weghorst-Vertreter Klaus zu einer Top-Chance, die Neuer im Eins-gegen-Eins gerade so entschärfte (16.).

Überhaupt ging der Matchplan von Wölfe-Trainer Glasner, mutig nach vorne zu verteidigen, in Durchgang eins sehr gut auf. Die früh unter Druck gesetzten Münchner leisteten sich ungewöhnlich viele Fehler im Spielaufbau und schafften es trotz ihres vielen Ballbesitzes bis auf eine Phase zwischen der 25. und 35. Minute kaum, hinter die aggressiv zu Werke gehende letzte Viererkette der Niedersachsen zu gelangen und scharfe Flanken von der Grundlinie in den Sechzehner zu bringen.

Auch nach dem Seitenwechsel demonstrierte die Glasner-Elf, warum sie in den 16 vorherigen Liga-Partien nur 16 Gegentore kassiert hatte. Die Mannschaft von Flick, bei der Martinez kurz vor der Pause wegen einer Muskelverletzung für Boateng wich, biss sich an den minütlich tiefer stehenden Wölfen die Zähne aus - und hatte das Pech, dass auch Casteels einen Sahnetag erwischte.

Der VfL-Torhüter wehrte einen Schuss von Coutinho ab (53.) und pflückte Flanke um Flanke herunter, wenn zuvor nicht schon einer der Abwehrschränke Brooks oder Tisserand klärend zur Stelle waren. Doch dann kam wie schon in Freiburg Youngster Zirkzee für Coutinho - und erlöste den strauchelnden Rekordmeister nach einer flachen Hereingabe von Müller in der 85. Minute. Wolfsburg warf daraufhin noch einmal alles nach vorne, kassierte nach einem Konter aber einen weiteren Gegentreffer. Gnabry blieb nach Vorlage von Lewandowski im Eins-gegen-Eins mit Casteels eiskalt (89.).

Die Daten des Spiels FC Bayern - VfL Wolfsburg

  • Tore: 1:0 Zirkzee (85.), 2:0 Gnabry (89.)

  • Müller absolvierte sein 335. Bundesliga-Spiel und überholte damit Mehmet Scholl (334) in der Rangliste der BL-Rekordspieler für die Bayern. Müller liegt nun alleine auf Rang 9.
  • Davies hatte in der ersten Halbzeit einen Top-Speed von 35.3 km/h - persönlicher BL-Rekord! Der Kanadier war in allen BL-Spielen unter Flick der schnellste Bayern-Spieler.
  • Kimmich sah seine fünfte Gelbe Karte und verpasst damit den Rückrunden-Auftakt bei Hertha BSC am 19. Januar.

Der Star des Spiels: Joshua Zirkzee (FC Bayern)

Was für ein Heim-Einstand für den jungen Niederländer. Avancierte nur drei Tage nach seinem späten Treffer in Freiburg erneut zum Matchwinner - und zum ersten Bayern-Spieler seit Mario Mandzukic 2012, der in seinen ersten beiden BL-Spielen traf.

Der Flop des Spiels: Ivan Perisic (FC Bayern)

Unglückliche Vorstellung der Leihgabe von Inter Mailand. Gewann gegen seinen Ex-Klub nur knapp über 30 Prozent seiner Zweikämpfe, weil er sich oft verdribbelte. Verpasste dadurch auch häufig den Moment des Abspiels.

Der Schiedsrichter: Christian Dingert

Unter dem Strich ein ordentlicher Auftritt des 39-Jährigen, auch wenn er sich mit so manchem Pfiff bei den Bayern-Fans unbeliebt machte. Traf in der insgesamt fair geführten Begegnung keine fragwürdige Entscheidung.

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