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Fussball

Hertha BSC: Lars Windhorst droht offenbar Ausschluss aus dem Klub

Von Maximilian Lotz

Investor Lars Windhorst muss bei Hertha BSC offenbar den Ausschluss aus dem Verein fürchten. Das geht aus einem kicker-Bericht hervor.

Demnach könnte Paragraph 29 der Vereinssatzung greifen. Ein Ausschluss aus dem Klub könnte aber nur bei "grob vereinsschädigendem Verhalten, schweren vorsätzlichen Zuwiderhandlungen gegen die Satzung, besonders schwerwiegendem, unsportlichem oder unkameradschaftlichem Verhalten oder bei Vorliegen entsprechender Beschlüsse des Präsidiums oder der Abteilungsleitung" verhängt werden.

Windhorst wird vorgeworfen, eine israelische Privatdetektei beauftragt zu haben, um den früheren Präsidenten Werner Gegenbauer mit einer Kampagne aus dem Amt zu drängen. Das hatte die Financial Times enthüllt. Bei SPOX und GOAL hatte Windhorsts Sprecher Andreas Fritzenkötter die Vorwürfe bereits am Donnerstag als "kompletten Unsinn" bezeichnet. Hertha BSC hatte angekündigt, die im FT-Artikel erwähnten Vorgänge "durch eine Kanzlei aufarbeiten und beurteilen zu lassen".

Sollten sich die Vorwürfe gegen Windhorst bewahrheiten, drohen dem 45-Jährigen Konsequenzen. Die Entscheidung darüber läge laut kicker beim fünfköpfigen Vereinsgericht. Von Windhorsts möglichem Ausschluss als Vereinsmitglied wäre seine Rolle als Mehrheitseigner der Hertha-KG, an der der Unternehmer 64,7 Prozent der Anteile besitzt, allerdings nicht betroffen.

Die Hertha-Fans in der Ostkurve hatten am Sonntag am Rande der Bundesligapartie gegen die TSG Hoffenheim (1:1) gegen Windhorst protestiert. "Windhorst raus aus unserem Verein", war etwa auf einem Banner zu lesen.

Windhorst, der bislang 375 Millionen Euro in den Klub investiert hat, hatte sich zuvor selbst gegen die Vorwürfe gewehrt. "Die Story in der Financial Times ist Unsinn. Bei logischer Betrachtung der damaligen Situation hätte dies überhaupt keinen Sinn gemacht", verteidigte sich Windhorst in einem Statement in der Facebook-Gruppe "Hertha BSC Fans".

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