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Fussball

BVB: Reinhard Rauball tritt nicht mehr als Präsident an

SID
Reinhard Rauball wird nicht mehr als BVB-Präsident kandidieren.

Präsident Reinhard Rauball von Borussia Dortmund zieht einen Schlussstrich. Der 75-Jährige wird im November nach insgesamt 23 Jahren im Amt nicht erneut kandidieren. Das gab der BVB am Dienstag bekannt, nachdem Rauball den Wahlausschuss-Vorsitzenden Winfried Materna informiert hatte. Als Nachfolger wird Rauball seinen bisherigen Stellvertreter Reinhold Lunow vorschlagen.

"Ich bin in jeder Minute meiner Amtszeit stolz gewesen, Präsident dieses großartigen Vereins sein zu dürfen. 23 Jahre lang habe ich dieses Amt mit viel Herzblut ausgefüllt", sagte Rauball. Borussia Dortmund sei immer ein prägender Bestandteil seines Lebens gewesen, sei es nach wie vor und werde es immer sein: "Es erfüllt mich mit großer Freude, dass ich gleich drei Mal die Ehre hatte, meiner Borussia, die so tief in die Gesellschaft hineinwirkt, als Präsident dienen und daran mitwirken zu können, sie aus schwierigen Situationen zu führen."

Als Beweggründe nannte Rauball die Dauer seiner Amtszeit und sein fortgeschrittenes Alter. "Wenn ich jetzt noch eine Legislatur gemacht hätte, wäre ich am Ende schon auf die 80 zugegangen", sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: "Ich bilde mir ein, dass ich ein ordentliches Unternehmen hinterlassen werde und bin sicher, dass wir einen guten Nachfolger finden werden."

Watzke: Rauballs "Bereitschaft bildete Fundament für alles"

Rauball war 2004 zum insgesamt dritten Mal in das Amt des BVB-Präsidenten gewählt worden. Während seiner ersten Amtszeit von 1979 bis 1982 ging der seinerzeit 32 Jahre alte Jurist als jüngster Präsident eines Fußball-Bundesligisten in die Geschichte ein, seine zweite Amtsperiode zwischen 1984 und 1986 stand im Zeichen einer wirtschaftlichen Krise des BVB, die nicht zuletzt dank Rauball erfolgreich bewältigt wurde.

"Unser Präsident hat sich herausragende Verdienste um den BVB erworben. Dafür sind ihm alle Borussen zu großem Dank verpflichtet", sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke: "Seine Bereitschaft, sich in der existenziellsten Krise unseres Klubs im Jahr 2004 erneut für das Amt des Präsidenten zur Verfügung zu stellen, bildete das Fundament für alles, was daran anschließend und bis heute beim BVB entstanden ist."

Der von Rauball vorgeschlagene Lunow sei "in diesem Moment definitiv die beste Lösung", erklärte Watzke weiter, "aber natürlich muss ihn der Wahlausschuss erst einmal nominieren und dann entscheiden die Mitglieder, ob sie ihn wählen."

Während Rauballs dritter Amtszeit als Präsident gewann Borussia Dortmund zwei Meisterschaften, holte drei Mal den DFB-Pokal und stand 2013 im Finale der Champions League.

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