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Formel 1

Formel 1 - Erkenntnisse zum Italien-GP: Dieser Debütant könnte Schumacher das Cockpit klauen

Von Christian Guinin

Eine erneut überragende Leistung von Max Verstappen lässt dessen Konkurrenten beim Großen Preis von Italien wie Spielzeugautos aussehen. Mick Schumacher hat für das kommende Jahr nur noch eine einzige Cockpit-Option. Und die Rennleitung lernt aus den Fehlern der Vergangenheit. Die Erkenntnisse zum Italien-GP.

1. Verstappen fährt gegen Spielzeugautos

Sechs Rennen sind in dieser laufenden Formel-1-Saison noch zu bestreiten, am WM-Titel Max Verstappens zweifelt aber schon längst niemand mehr. 116 Zähler hat der Red-Bull-Pilot Vorsprung auf Konkurrent Charles Leclerc, schon beim kommenden Lauf in Singapur kann Verstappen den Titel vorzeitig eintüten.

Dabei ist es nicht einmal der große Punkteabstand zwischen den beiden WM-Führenden, der große Sorgen bereitet und schon relativ früh in diesem Jahr für Langeweile bei den Fans sorgte. Die schiere Dominanz und Kontrolle, welche Verstappen bei seinen Siegfahrten ausstrahlt, ist das deutlich größere Problem.

In drei der vergangenen vier Rennen startete der Niederländer nicht von der Pole-Position aus, teilweise waren seine Startplatzierungen - wie beispielsweise beim Belgien-GP - außerhalb der Top Ten. Dennoch gewann Verstappen diese vier Rennen größtenteils problemlos - ironischerweise war das einzige Rennen, bei dem er wenigstens etwas um den Sieg zittern musste, sein Heim-GP in den Niederlanden, bei dem er von der Pole losfuhr.

Dass es Verstappen so unglaublich leichtfällt, trotz widrigster Umstände, von Sieg zu Sieg zu rauschen, darf als nichts anderes als eine komplette Bankrotterklärung der Konkurrenz gewertet werden. Absolut niemand - sei es Teamkollege Sergio Perez, welcher in der Theorie über identisches Material verfügen sollte, Leclerc oder die beiden Mercedes-Piloten - kommt auch nur ansatzweise an den Speed heran, welchen Verstappen derzeit an den Tag legt.

Red Bull: "Uns liegt bis dato jede Strecke"

Egal auf welcher Strecke, egal auf welchem Reifensatz, egal unter welchen Bedingungen: Der Niederländer ist zu jeder Zeit der mit weitem Abstand schnellste Mann im Feld. Wirft man einen Blick auf seine Onboard-Aufnahmen, bekommt man beinahe den Eindruck, man spiele eine Computer-Simulation, bei der die Gegner auf das schwächst mögliche Level herabgesetzt wurden. Im Vergleich zu seinem Boliden wirken alle anderen Wagen wie Spielzeugautos.

"Er hat es wieder relativ locker geschafft. Wir hatten die Oberhand, erstaunlich war nur, wie schnell er in Führung gegangen ist", zeigte sich sogar RB-Motorsportchef Helmut Marko vom Speed seines Schützlings überrascht. Nun wolle man den Performance Vorteil gegenüber der Konkurrenz ausnutzen und weitere Bestmarken knacken: "Es läuft alles gut und jetzt brauchen wir noch einen Sieg, dann hat er den Rekord eingestellt. Vielleicht schaffen wir 14 Siege."

Dass sich an der Übermacht des Duos Verstappen-Red-Bull noch etwas ändert, glaubt nämlich keiner mehr. Auch nicht beim kommenden Rennen in Singapur, das auf dem Papier den Österreichern aufgrund seines Layouts sogar noch einmal etwas entgegenkommen sollte. "Uns liegt bis dato jede Strecke. Wir wollen die WM gewinnen, Singapur wäre ein guter Platz, zu feiern", schmunzelte Marko.

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