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Eishockey

Eishockey-WM - Flaggentausch in Riga: IIHF kritisiert Bürgermeister

SID
Die IIHF hat sich als "nicht-politische Organisation" bezeichnet.
© getty

Aus Protest gegen die erzwungene Landung eines Passagierflugzeugs in Minsk sind bei der Eishockey-WM in Riga auf mehreren Plätzen die Staatsflaggen von Belarus durch Fahnen der Opposition ersetzt worden. Der Weltverband IIHF kritisierte am Dienstag, dass mit dieser Aktion "die Flagge eines Teilnehmerlandes für eine politische Botschaft benutzt" werde.

Die IIHF, die Belarus im Januar erst auf großen Druck der internationalen Öffentlichkeit und ihrer Sponsoren die WM als Co-Ausrichter entzogen hatte, forderte Bürgermeister Martins Stakis auf, an den entsprechenden Stellen auch die WM-Fahne und die Flagge mit dem Logo des Weltverbandes einzuholen. "In Übereinstimmung mit den IIHF-Statuten sind wir eine unpolitische Sportorganisation", hieß es in einer Mitteilung.

Gleichzeitig betonte der Verband, dass in den WM-Arenen weiter die belarussische Flagge neben den anderen 15 Teilnehmernationen hängen werde. "Die Spieler sind in Lettland als Gäste willkommen geheißen worden, und sie sollten nicht zusehen müssen, wie ohne ihre Zustimmung ihre Fahne entfernt wird", hieß es.

Am Sonntag war ein Ryanair-Flugzeug zur Landung in Minsk gezwungen und ein belarussischer Oppositioneller an Bord festgenommen worden. Machthaber Alexander Lukaschenko steht wegen seines brutalen Vorgehens gegen die Opposition international in der Kritik.

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